Lehrpreis: @ward für Medizinerteam und Strafrechtlerin

07.12.2018 von Katrin Löwe in Campus, Studium und Lehre
Zum fünften Mal ist gestern der Preis für multimediales Lehren und Lernen der Universität verliehen worden. Den @ward für multimedial gestützte Lehrveranstaltungen erhielt ein Team der Medizinischen Fakultät, der Preis für ein Projekt in der Konzeptionsphase ging an eine Juristin.
Prorektor Wolf Zimmermann (2.v.l.) nach der Preisvergabe mit Annabell Blaue (li.), Johanna Schubert und Clemens Ludwig
Prorektor Wolf Zimmermann (2.v.l.) nach der Preisvergabe mit Annabell Blaue (li.), Johanna Schubert und Clemens Ludwig (Foto: LLZ/Benjamin Abicht)

„Praxissimulation mit Simulationspatienten im praktischen Jahr“ heißt eine Lehrveranstaltung bei den Medizinern, mit der Johanna Schubert, Stefan Ullrich, Christoph Jäschke, Clemens Ludwig, Christiane Ludwig und Dr. Dietrich Stoevesandt überzeugten. In dem Projekt werden von Laienschauspielern ausgewählte Fälle simuliert, in denen Medizinstudierende der MLU ihr Wissen praktisch anwenden: von der Anamnese über die Anforderung von Laborparametern und die Auswertung von Befunden bis hin zur Kommunikation mit dem Patienten. Eingesetzt wird dafür zum Beispiel ein eigens entwickeltes Laborprogramm, das an dem realen des Universitätsklinikums angelehnt ist. Darüber hinaus findet eine Videoüberwachung statt, Ärzte und ein Psychologe werten die Situationen aus. „Der Preis ist eine schöne Wertschätzung“, sagte Psychologe Clemens Ludwig, der die Auszeichnung mit Assistenzärztin Johanna Schubert stellvertretend in Empfang nahm. Aber nicht nur das: Den @ward kann das Projekt auch gut gebrauchen. Der Preis ist mit den Mitteln für eine wissenschaftliche Hilfskraft dotiert, die über ein Semester mit 40 Stunden pro Monat finanziert wird. Mit dieser Hilfe soll das Laborprogramm optimiert und weiterentwickelt werden. Das Projekt komme bei den Studierenden gut an, sagte Schubert – sie hätten es für den Preis nominiert.

Mit dem besten Projekt in der Konzeptionsphase wurde Annabell Blaue, wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin am Lehrstuhl für Strafrecht und Strafprozessrecht des Juristischen Bereichs, für die „Ergänzungsarbeitsgemeinschaft Strafrecht III“ ausgezeichnet. Diese richtet sich an Studierende des dritten Fachsemesters, die in Dreier-Gruppen synchron einen Fall ausarbeiten und dann selbst gutachterlich lösen sollen. Dabei werden laut Konzept sowohl die webbasierte Lernplattform ILIAS und der Online-Texteditor Etherpad als auch Google Docs genutzt. Die Ergebnisse sollen anschließend in einem „Open Journal System“ veröffentlicht werden und so anderen als Übungsmöglichkeit zur Verfügung stehen. „Damit kann man auch eine Publikation vorweisen als Studierender“, so Blaue. Zugleich schließt das Projekt, das ab dem kommenden Wintersemester angeboten werden soll, eine Lücke: Im dritten Semester gibt es zur Strafrechts-Vorlesung III kein begleitendes Kolloquium.

Insgesamt hatte es zwölf Bewerbungen für den @ward gegeben. „Es waren alle überzeugend“, sagte Prof. Dr. Wolf Zimmermann, Prorektor für Studium und Lehre, bei der Preisverleihung. Sie fand im Rahmen des 9. Open@LLZ des Zentrums für multimediales Lehren und Lernen der MLU statt. Die Veranstaltung selbst stand unter dem Motto „Lehramt – Medien – Bildung: Digitalisierung im Lehramtsstudium“.

Mehr Informationen zum @ward und Videos zu den Preisträgern gibt es beim LLZ.

 

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