Hugo-Junkers-Preis 2017: Zwei Teams der Universität erfolgreich

08.12.2017 von Tom Leonhardt in Wissenschaft, Forschung, Wissenstransfer
Gleich zwei Hugo-Junkers-Preise für Forschung und Innovation haben Forschergruppen der Universität in diesem Jahr gewonnen: Die Mediziner um Prof. Dr. Michael Tchirikov gewannen in der Kategorie „Innovativste Projekte der angewandten Forschung“ mit ihrer Entwicklung eines künstlichen Fruchtwasser-Systems den ersten Platz, das Verbundprojekt „KUBAS“ erreichte in der Kategorie „Innovativste Allianz“ den zweiten Platz.
Michael Tchirikov hat den Hugo-Junkers-Preis des Landes Sachsen-Anhalt in der Kategorie "Innovativste Projekte der angewandten Forschung" gewonnen.
Michael Tchirikov hat den Hugo-Junkers-Preis des Landes Sachsen-Anhalt in der Kategorie "Innovativste Projekte der angewandten Forschung" gewonnen. (Foto: Joachim Blobel)

Der Hugo-Junkers-Preis wird jedes Jahr an herausragende Forschungs- und Innovationsprojekte des Landes Sachsen-Anhalt vergeben. Insgesamt gingen in diesem Jahr 81 Bewerbungen in fünf Kategorien ein.

Prof. Dr. Michael Tchirikov, Direktor der Universitätsklinik für Geburtshilfe und Pränatalmedizin gewann den mit 10.000 Euro dotierten ersten Platz in der Kategorie „Innovativste Projekte der angewandten Forschung“.  Der Mediziner entwickelte einen Fruchtwasser-Ersatz, der über ein spezielles System im Falle eines vorzeitigen Blasensprungs in die Gebärmutter abgegeben werden kann. Damit könnten in den meisten Fällen extreme Frühgeburten, vor der 28. Schwangerschaftswoche, verhindert werden. In derselben Kategorie erhielt ein Team des Leibniz-Instituts für Neurobiologie in Magdeburg, die an der Entwicklung einer ultra-empfindlichen, ultra-schnellen und hochauflösenden Forschungskamera arbeiten, auch den ersten Platz.

Ebenfalls ausgezeichnet wurde das Verbundprojekt „Koordination ungebundener vor-Ort-Helfer zur Abwendung von Schadenslagen“, kurz „KUBAS“. Das Team erreichte in der Kategorie „Innovativste Allianz“ den mit 7.000 Euro dotierten zweiten Platz. Im Projekt arbeiten die halleschen Wirtschaftsinformatiker um Prof. Dr. Stefan Sackmann gemeinsam mit Dr. Robert Pulz, Abteilungsleiter Brand-, Katastrophenschutz und Rettungsdienst der Stadt Halle (Saale) an der Entwicklung eines App-basierten Koordinationssystems für freiwillige Helfer. Die Idee ist, Vor-Ort-Helfer im Katastrophenfall via Smartphone besser informieren und koordinieren zu können.

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