„Das Ende der Sauklaue“

24.04.2019 von Manuela Bank-Zillmann in Campus, Studium und Lehre
Landesjustizministerin Anne-Marie Keding hat sich am Dienstag im Institut für Informatik am Von-Seckendorff-Platz über die elektronische Prüfung im Rahmen einer Übungsklausur des juristischen Vorbereitungsdienstes informiert. Auch Rektor Prof. Dr. Christian Tietje, selbst Jurist, nahm an dem Termin teil, den das Landesjustizprüfungsamt und das Zentrum für multimediales Lehren und Lernen (LLZ) der Universität organisiert hatten.
Justizministerin Anne-Marie Keding informiert sich bei einer elektronischen Übungsklausur des juristischen Vorbereitungsdienstes.
Justizministerin Anne-Marie Keding informiert sich bei einer elektronischen Übungsklausur des juristischen Vorbereitungsdienstes. (Foto: Maike Glöckner)

Der Anlass: Die zweite Staatsprüfung können künftige Juristinnen und Juristen in Sachsen-Anhalt  jetzt am Computer schreiben. Das ist bundesweit einmalig oder wie Ralf Burgdorf, Präsident des Landesjustizprüfungsamts, sagte: „Das ist beispiellos, alle anderen Bundesländer sind noch ein gutes Stück davon entfernt. Es ist auch der grandiosen Unterstützung der Martin-Luther-Universität zu danken.“

Die ersten „echten“ Staatsexamen wurden jetzt im April erfolgreich geschrieben - nach einer kurzen Anlaufphase von nur etwas mehr als einem Jahr. Das für die Prüfungen eingesetzte Programm wurde vom LLZ entwickelt, das auch die Laptops, den Prüfungsraum sowie die Begleitung durch das notwendige IT-technische Personal während der Klausuren zur Verfügung stellt. Die Perspektive ist klar: Auch auf die erste Staatsprüfung soll das Verfahren mit den Erfahrungen in Zukunft ausgeweitet werden. Was es dafür braucht, sind vor allem große Räume, in denen auch mehr als 50 Personen gleichzeitig eine Prüfung absolvieren können, und genügend Übungsmöglichkeiten im Vorfeld für die Studierenden.

Zunächst einmal waren aber nach dem erfolgreichen Start alle sehr zufrieden. Auch die Akzeptanz der jungen Juristen ist hoch. Nur eine der 49 geprüften Personen entschied sich nach wie vor für die handschriftliche Bearbeitung der Aufgabe. Für alle anderen, so fasste es Präsident Burgdorf humorvoll zusammen, sei das ein für alle Mal „das Ende der Sauklaue“ gewesen. Das dürfte schließlich auch den Prüfern der Arbeiten entgegenkommen.

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Kommentare

  • Willibald Schliemann am 30.04.2019 16:36

    Wenn Absolventen der Juristischen Fakultät nicht in der Lage sind leserlich zu schreiben, hat unser Schul- und Universitätssystem versagt. Wenn der Prüfer einmal öffentlich sagt, das ist unleserlich und lässt den Kandidaten durchfallen, werden sich die anderen wohl einer leserlichen Schrift befleißigen.

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