Mit 700 Neulingen auf ins Lehramtsstudium – Johanna Kippe berichtet über ihr erstes Semester

16.02.2018 von Anne Meckling in Campus, Studium und Lehre
Das Wintersemester ist geschafft. Für Johanna Kippe aus Schwanebeck war es das erste an der Uni Halle. Im Oktober hat die 19-jährige als 700. Studierende im Bereich Lehramt ihr Studium aufgenommen. Im Gespräch mit Anne Meckling, studentische Mitarbeiterin von „campus halensis“, spricht die angehende Lehrerin über ihre Erwartungen ans Studium, die ersten Erfahrungen an der Uni, und berichtet, dass es für die aktuell 3.000 Lehramtsanwärter der Uni Halle auch hier und da mal etwas eng werden kann.
Im Wintersemester hat Johanna Kippe ihr Studium auf Lehramt an Förderschulen in Halle begonnen.
Im Wintersemester hat Johanna Kippe ihr Studium auf Lehramt an Förderschulen in Halle begonnen. (Foto: Privat)

Du studierst jetzt seit Oktober an der Uni Halle auf Grundschullehramt für Kinder mit geistiger oder körperlicher Behinderung in der Fachrichtung Deutsch und Mathematik. Hat das erste Semester denn deine Erwartungen erfüllt?
Johanna Kippe: Um ehrlich zu sein, hatte ich ganz am Anfang gar nicht allzu große Erwartungen an mein Studium. Es ist aber ganz anders, als ich es mir vorgestellt habe. Ich bin positiv vom Ablauf und den Inhalten überrascht. Es ist super beeindruckend, zu erfahren, wie Menschen mit Behinderungen ihr Leben meistern. Ich lerne hier sehr viel und bekomme gute Einblicke. Es macht sehr viel Spaß, zu studieren. Und auch außerhalb des Stundenplans kann man viel erleben: Die Ersti-Party zum Beispiel war super.

Gibt es etwas, das dir weniger gefällt oder gefallen hat?
Als Erstsemester-Studentin hatte ich keine Erfahrungen damit, wie man den Stundenplan optimal zusammenstellt. So blieb oft nur sehr wenig Zeit zwischen den einzelnen Veranstaltungen, um von Hörsaal zu Hörsaal zu fahren. Ich musste zum Beispiel für die Didaktik-Vorlesung in Mathe in den Hörsaal am Hohen Weg fahren, weil in den Franckeschen Stiftungen zu wenig Platz für die vielen Studenten war. Wenn ich dann vorher schon eine Vorlesung hatte oder eine Bahn später kam, war die Zeit ziemlich knapp bemessen, um pünktlich dort zu sein. Deshalb musste ich in manchen Vorlesungen eher gehen – so ging es aber zum Glück vielen. Der nächste Stundenplan wird auf jeden Fall besser.

Würdest du angehenden Lehrerinnen und Lehrern empfehlen, das Studium in Halle zu absolvieren? Und was macht deinen Studiengang so besonders?
Ein Studium hier kann ich absolut empfehlen. Ich habe mich auch bewusst für die Uni in Halle entschieden, weil ich hier meine Schwerpunkte so setzen konnte, wie ich das wollte. Das konnte ich in Leipzig nicht. Mir gefällt auch die Herangehensweise ans Studium. Es werden auch mal schwierigere Themen aufgegriffen, die sonst nicht angesprochen werden. Außerdem sind die Professoren alle sehr nett und hilfsbereit.

Hast du die erste Prüfungsphase schon erfolgreich überstanden?
Ich habe jetzt alle Prüfungen für das erste Semester absolviert und auch von zwei Prüfungen schon ein positives Ergebnis erhalten. Auf die restlichen Ergebnisse muss ich allerdings noch etwas warten, aber ich habe ein gutes Gefühl.

Besteht dein Wunsch, Lehrerin zu werden, auch nach dem ersten Semester weiter?
Ja, auf jeden Fall. Mir liegt es sehr am Herzen, mit Kindern zu arbeiten, die es im Alltag schwerer haben als andere. Ich wollte schon immer meinen Schwerpunkt auf die Arbeit mit Menschen mit Behinderung legen.

Zum Schluss noch eine essentielle Frage: In welcher Mensa schmeckt es dir denn am besten?
Bisher war ich nur in der Mensa in den Franckeschen Stiftungen. Die Preise und die Auswahl sind super – dort gehe ich gerne hin. Wenn es zeitlich passt, würde ich aber gerne noch die eine oder andere Mensa ausprobieren.

Zum Wintersemester 2017/18 hat die Universität – wie bereits im Studienjahr zuvor – die Aufnahmekapazität für das Studium auf Lehramt um 150 auf 700 Studienplätze erhöht. Als 700. Lehramtsstudierende haben Rektor Prof. Dr. Udo Sträter und Wissenschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann die 19-jährige Johanna Kippe im Oktober persönlich begrüßt: Semesterbeginn: Neue Studierende feiern auf dem Uniplatz

Schlagwörter

Lehrerbildung

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