Vorhang auf für Kurzfilme

27.03.2019 von Laura Krauel in Studium und Lehre, Varia
Ungewöhnlich, künstlerisch und international: Einmal im Jahr zeigt das Kurzfilmfestival „Monstronale“ in Halle Produktionen von Filmemachern aus aller Welt, die inhaltlich oder formal anders sind. Es findet diesmal vom 3. bis 7. April statt und wird mit Studierenden der Uni organisiert. Anne Brückner, Studentin der Medien- und Kommunikationswissenschaften, lässt „campus halensis“ im Interview hinter die Kulissen blicken.
Seit 2013 findet die „Monstronale“ statt - hier eine Aufnahme von der Abschlussveranstaltung 2018.
Seit 2013 findet die „Monstronale“ statt - hier eine Aufnahme von der Abschlussveranstaltung 2018. (Foto: Jessen Mordhorst)

Wie kommt es dazu, dass die „Monstronale“ von Studierenden organisiert wird?
Anne Brückner: Wir können im 6. Semester unseres Studiums der Medien- und Kommunikationswissenschaften ein Praxismodul belegen. In der Abteilung wurde damals ein Praxisprojekt gesucht, das sich dafür anbieten würde. Unser Dozent Christian Schunke hat dafür die „Monstronale“ vorgeschlagen. Er ist der Leiter des Festivals. Mittlerweile wird es zum vierten Mal mit Studierenden organisiert.

Anne Brückner
Anne Brückner
(Foto: privat)

Was machen Sie bei der Organisation genau und welche Erfahrungen sammeln Sie dabei?
Es gibt drei Gruppen von Studierenden. Eine Gruppe sichtet alle Filme, die eingereicht werden, nach bestimmten Kriterien: Passt der Film zum diesjährigen Thema „Mut“? Ist die Handlung schlüssig? Und wie ist die Bild- und Tonqualität? Die Gruppe trifft eine Vorauswahl der Filme und steht in Kontakt mit den Filmemachern. Eine andere Gruppe kümmert sich um die Öffentlichkeitsarbeit wie die Webseite oder die Social-Media-Accounts der „Monstronale“. Dann gibt es noch eine Gruppe, die Workshops für Kinder organisiert, zu der ich auch gehöre. Im Inklusionsworkshop beispielsweise erstellen Kinder aus Förderschulen gemeinsam mit Kindern ohne Förderbedarf eigene Animationsfilme, die auch auf dem Festival zu sehen sind. Dadurch, dass unser Fokus im Studium auf der Filmwissenschaft liegt, ist es sehr interessant, das Gelernte beim Sichten der Filme praktisch anzuwenden. Und es ist auch schön, einmal hinter die Kulissen eines Festivals zu schauen.

Was erwartet die Besucherinnen und Besucher des Festivals?
Unsere Gäste erwartet ein buntes Programm mit Filmen von Produzenten aus aller Welt. Es ist spannend, wie vielfältig das Thema „Mut“ umgesetzt worden ist. Wir haben auch einen Länderfokus festgelegt, zu dem Filme zu sehen sein werden. Er liegt in diesem Jahr auf den Niederlanden. Außerdem gibt es ein Rahmenprogramm mit vielen Aktionen rund um die Filmvorstellungen. Es werden auch Workshops für Filminteressierte angeboten.

Das internationale Kurzfilmfestival „Monstronale“ findet vom 3. bis 7. April 2019 in Halle statt. In drei Wettbewerben werden Preise im Wert von mehr als 4.000 Euro vergeben. Es wurden mehr als 1.600 Filme aus über 90 Ländern eingereicht. Träger des Festivals ist der Plan 3 e. V. Für die kostenfreien Workshops wird um eine Anmeldung bis 1. April unter monstronalefestival@googlemail.com gebeten.

Mehr Informationen gibt es auf der Festival-Website.

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