Von süßem Popcorn und absurden Ausreden

20.06.2018 von Vivien Mühlenbeck in Campus, Studium und Lehre, Varia
Mehrfach im Semester laden die Studierenden der Neuphilologien zu einer Gesprächsrunde mit Dozentinnen und Dozenten unter dem Motto „Ab auf die Couch!“ ein. Bei der jüngsten war die Vertretungsprofessorin für Romanische Sprachwissenschaft PD Dr. Daniela Pietrini zu Gast. Die aus Neapel stammende Wissenschaftlerin gewährte Einblicke in ihre Arbeit und offenbarte, was ihr größter „Kulturschock“ war, als sie nach Deutschland kam.
Daniela Pietrini (re.) nahm mit Denise Litzrodt vom Fachschaftsrat auf der Couch Platz.
Daniela Pietrini (re.) nahm mit Denise Litzrodt vom Fachschaftsrat auf der Couch Platz. (Foto: Vivien Mühlenbeck)

In der Mitte des Raumes steht eine gemütlich anmutende Couch, Stühle sind im Halbkreis aufgestellt und auch Knabbereien und Getränke stehen bereit. Die Mitglieder des Fachschaftsrats der Neuphilologien an der Philosophischen Fakultät II haben wieder zu „Ab auf die Couch!“ auf den Steintor-Campus eingeladen. Ziel der Veranstaltungsreihe ist das Kennenlernen zwischen Studierenden und den jeweiligen Dozentinnen und Dozenten.

Es herrscht eine lockere Stimmung und nach kurzem Smalltalk mit Daniela Pietrini, die es der Liebe wegen nach Deutschland verschlug, startet Denise Litzrodt vom Fachschaftsrat die Entweder-oder-Fragerunde. Bei „Popcorn: süß oder salzig?“ offenbart Pietrini, dass sie sehr verwundert war, als ihr in Deutschland süßes Popcorn angeboten wurde, da man in Italien nur salziges isst. Der zweite „Kulturschock“ hatte mit Butter und Margarine zu tun: In Italien benutzt man weder das eine noch das andere, um sich Brot oder Brötchen zu schmieren. Pietrini erzählt auf der Couch auch amüsiert von den absurdesten studentischen Ausreden. So habe ihr beispielsweise einmal eine Studentin gesagt, sie könne an der Prüfung nicht teilnehmen, da in ihrem Schrank eine Ratte sei und sie auf den Kammerjäger warten müsse.

Auch die Wissenschaft wird Thema in der Runde. Auf die Frage, wie für sie ideale Wissenschafts- und Forschungsbedingungen aussehen, antwortet Pietrini: „Fördergelder und Forschungsräume sind natürlich optimale Voraussetzungen für Projekte. Am wichtigsten für eine optimale Lehre sind allerdings die Studierenden. Ohne sie würde ich hier nicht stehen.“ Am Ende des Gesprächs gibt sie jenen noch Tipps, um den Studienalltag besser bewältigen zu können. Aus ihrer Sicht ist es am wichtigsten, sich keinen Zeitdruck zu schaffen und immer seinen Interessen zu folgen. So hat sie es auch gehalten: Zuerst studierte Pietrini Romanistik, Latein und Kunstgeschichte in Neapel, es folgten eine journalistische Ausbildung und ein Aufbaustudium im Kulturmanagement. Erst anschließend entschied sie, sich als Lehrbeauftragte den romanischen Sprachen voll und ganz zu widmen. Seit dem Wintersemester 2016/2017 lehrt die Wissenschaftlerin an der Uni Halle. Derzeit forscht sie unter anderem an der Analyse von Sprachnachrichten, die über WhatsApp verschickt werden.

Im Sommersemester findet „Ab auf die Couch!“ noch einmal am 26. Juni mit Prof. Dr. Matthias Ballod aus der Germanistik statt. Für alle, die sich das Ganze noch nicht so richtig vorstellen können, gibt es hier einen kleinen Einblick aus einer vergangenen Veranstaltung: Facebook-Video des Fachschaftsrats

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Romanistik

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