20 Fragen an Rainer Herter

29.11.2023 in Personalia, 20 Fragen
An dieser Stelle wird’s persönlich ... Den Fragebogen des Unimagazins beantwortet diesmal Dr. Rainer Herter. Er ist Wissenschaftler am Institut für Mathematik und Vorsitzender des Personalrats der MLU – und geht Ende November in den Ruhestand.
Rainer Herter auf dem Uniplatz
Rainer Herter auf dem Uniplatz (Foto: Markus Scholz)

1 | Warum leben Sie in der Region und nicht anderswo?
Ein gutes Arbeitsangebot nach dem Studium in meiner Heimat. Nach der Wende das Gefühl, dass nicht alle gehen können.

2 | Wenn nicht Mathematiker, was wären Sie dann geworden?
Vielleicht Astrophysiker. Aber ich wollte seit der 2. Klasse Mathematiker werden.

3 | Was war an Ihrer Ausbildungs- bzw. Studienzeit am besten?
Die Möglichkeit, ein Hobby mit der Wissenschaft zu verbinden.

4 | Welchen Rat fürs Überleben würden Sie Studierenden heute geben?
Bezüglich des Studiums: „Strampeln, bis es Butter wird.“ Bezüglich der Gesellschaft: vielfältige Informationen sammeln, den eigenen Kopf benutzen und sich einbringen.

5 | Wenn Sie Wissenschaftsminister wären, was würden Sie als Erstes tun?
Einen seriösen Hochschulstrukturplan für Sachsen-Anhalt auf den Weg bringen.

6 | Was ist für Sie die erste Aufgabe der Wissenschaft?
Wissen schaffen und der Menschheit dienen.

7 | Was haben Intelligenz und Menschlichkeit miteinander zu tun?
Nichts.

8 | Worüber ärgern Sie sich am meisten?
Dafür reicht hier der Platz nicht. Gesellschaftlich die Verteilungsverhältnisse und die Zerstörung unserer Umwelt, menschlich die Kombination Führungsschwäche und Inkompetenz.

9 | Was bringt Sie zum Lachen?
Mein Enkel.

10 | Was schätzen Sie an Ihren Freunden?
Zuhören und Verlässlichkeit.

11 | Wo sehen Sie Ihre Stärken?
Das müssen Sie Andere fragen. Ich höre oft breites Allgemeinwissen und freie Rede.

12 | Was erwarten Sie von der Zukunft?
Leider die Verschärfung der Verteilungskämpfe und die rasante Beschleunigung der Klimakatastrophe mit allen Folgeerscheinungen.

13 | Woran glauben Sie?
Ganz naiv die Hoffnung, dass das Gute am Schluss doch siegt.

14 | Welchen bedeutenden Menschen unserer Zeit hätten Sie gern als Gesprächspartner?
Mai Thi Nguyen-Kim und Harald Lesch

15 | Wer war oder ist für Sie der wichtigste Mensch in Ihrem Leben?
Meine Frau.

16 | Welchen Ort der Welt möchten Sie unbedingt kennenlernen?
Island.

17 | Womit verbringen Sie Ihre Freizeit am liebsten?
Go spielen.

18 | Was wären Ihre drei Bücher für die Insel?
Dann doch eigentlich noch nicht gelesene Bücher, möglichst dicke. Sonst: „Orinoko“ von Arkady Fiedler, „In Zeiten des abnehmenden Lichts“ von Eugen Ruge und „Geschichte des Wassers“ von Maja Lunde.

19 | Wenn Sie einen Wunsch frei hätten…?
Zaubern können.

20 | Ihr Motto?
Nicht Aufgeben oder: Die Einen kennen mich, die Anderen können mich.

Aus der Vita

  • geboren 1957 in Halle
  • 1978-1983 Studium der Mathematik an der Technischen Universität (TU) Dresden
  • 1987 Promotion (Dr. rer. nat.) zu Numerischer Mathematik an der TU Dresden
  • 1986-1993 Pädagogische Hochschule Halle
  • seit 1993 an der MLU

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