Lehrerbildung in der Scheune: Franckesche Stiftungen feiern Sanierungsende

18.03.2021 von Lena Süßmann in Varia, Campus
30 Jahre nach der Wiedergründung der Franckeschen Stiftungen wird der Wiederaufbau der barocken Schulstadt August Hermann Franckes (1663–1727) am Samstag mit einem digitalen Festakt abgeschlossen. Übergeben wird dabei auch die „Große Scheune“, die künftig von der Universität für die Lehrerbildung mitgenutzt wird.
Alt und neu: Die sanierte Scheune wird künftig auch für die Lehrerbildung genutzt.
Alt und neu: Die sanierte Scheune wird künftig auch für die Lehrerbildung genutzt. (Foto: Franckesche Stiftungen / Markus Scholz)

Die „Große Scheune“ gehört zu den letzten Gebäuden, die in den vergangenen drei Jahren im historischen Kernensemble der Schulstadt August Hermann Franckes saniert wurden. 1724 wurde sie als landwirtschaftliches Nutzgebäude errichtet und in den vergangenen Jahren lediglich als Lagerhalle genutzt. Im Dachstuhl der Fachwerkscheune befindet sich jetzt der neue Niemeyer-Hörsaal zur Ausbildung zukünftiger Lehrerinnen und Lehrer. „Die vier großen Tore der Scheune sind erhalten geblieben, im Inneren wurde sie aber bis unter das Dach erneuert“, erklärte Prof. Dr. Thomas Müller-Bahlke, Direktor der Franckeschen Stiftungen, in einer Pressekonferenz zur anstehenden Francke-Feier. Auf ihr wird der Abschluss des Wiederaufbaus der Franckeschen Stiftungen begangen. „Seit über 300 Jahren sind die Universität Halle und die Franckeschen Stiftungen vielfach miteinander verbunden. Dass die historische Scheune jetzt ein helles Haus für die Bildung ist, das wir in Zukunft partnerschaftlich für die LehrerInnenbildung mit nutzen dürfen, freut uns sehr“, so Uni-Rektor Prof. Dr. Christian Tietje.

Insgesamt sind nach Angaben der Franckeschen Stiftungen in das zum Ende der DDR fast aufgegebene Stiftungsensemble rund 157 Millionen Euro investiert worden - neben Zuwendungen der EU, des Bundes, des Landes Sachsen-Anhalt und der Stadt Halle über 20 Millionen Euro aus Privathand und von vielfältigen Organisationen wie der Kirche, anderen Stiftungen und vor allem des Freundeskreises der Franckeschen Stiftungen. „Es war ein Gemeinschaftserfolg“, so Müller-Bahlke. Zum Festakt am Samstag haben sich unter anderen Prof. Dr. Monika Grütters, Staatsministerin für Kultur und Medien bei der Bundeskanzlerin, Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff und Uni-Rektor Prof. Dr. Christian Tietje angekündigt. Während der digitalen Veranstaltung wird es Livegespräche und filmische Führungen durch die Gebäude geben.

Das komplette Programm der Francke-Feier 2021 ist auf der Webseite der Franckeschen Stiftungen zu finden. Dort gibt es auch den Link zum Livestream des Festakts am Samstag, 20. März 2021, 11 Uhr.

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Kommentare

  • Prof. Dr. Wolfgang Weissflog am 21.03.2021 20:52

    Das ist ja eine sehr erfreuliche und erfolgreiche Geschichte, ich kenne die Stiftungsgebäude noch in z.T. desolatem Zustand. Beschämend ist allerdings die Qualität der Fotos: mal schnell geschossen, ganz gleich, ob gerade ein paar Autos querstehen.

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