Zum Forschen ins Feld

18.10.2017 von Sarah Huke in Im Fokus
Forscher und Studierende sind nicht nur am Uni-Campus und im Labor anzutreffen, sondern auch im Feld. Die Methoden der Feldforschung lernen Biologie-Studenten zum Beispiel im Naturpark Saale-Unstrut-Triasland, wo sie unter Anleitung von Ökologen Daten über eine Pflanze namens Diptam sammeln. Auch in Afrika sind Wissenschaftler der Universität unterwegs: Im Tschad hat die Ethnologin Dr. Andrea Behrends zwölf Jahre lang untersucht, wie sich eines der ärmsten Länder der Welt durch den Erdöl-Abbau verändert. In Äthiopien sucht ein Team, dem auch Prof. Dr. Bruno Glaser angehört, auf einem abgeschiedenen Hochplateau nach menschlichen Spuren aus der letzten großen Eiszeit. Welche Felder die Sozialwissenschaftler erforschen, darüber spricht der Erziehungswissenschaftler Prof. Dr. Georg Breidenstein.
Zum Forschen ins Feld
Zum Forschen ins Feld (Foto: Maike Glöckner)

Die Natur vermessen

Von links: Sam Levin, Nicole Schindler und Martin Andrzejak bei ihrer Feldstudie bei Balgstädt.
Von links: Sam Levin, Nicole Schindler und Martin Andrzejak bei ihrer Feldstudie bei Balgstädt.
(Foto: Maike Glöckner)

Grillen zirpen am Waldrand, sonst ist es still im Naturpark Saale-Unstrut-Triasland. Neun Studierende der Uni Halle arbeiten konzentriert trotz der Mittagshitze. Es ist ihr letzter Tag im Feld, und noch ist vieles zu tun. Im Mastermodul Freilandökologie lernen die angehenden Biologen in vier Untersuchungsgebieten bei Freyburg, was es heißt, im Feld zu forschen.
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Erdöl: Segen und Fluch

Tradition und Moderne: Im Tschad liegen die Ölfirmen in unmittelbarer Nähe zu den traditionellen Hütten der Bevölkerung.
Tradition und Moderne: Im Tschad liegen die Ölfirmen in unmittelbarer Nähe zu den traditionellen Hütten der Bevölkerung.
(Foto: Andrea Behrends)

Wenn ein Land über Ölreserven verfügt, birgt das ungeahnten Reichtum – oder? Der Tschad zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. Seit 2003 wird in dem Staat in der Mitte Afrikas Öl gefördert. Die Ethnologin Andrea Behrends hat über zwölf Jahre soziale und kulturelle Veränderungen durch die Erdölförderung vor Ort untersucht.
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Eiszeit in Äthiopien: Zuflucht im Hochgebirge?

Für ihre Forschung reisen die Bodenkundler in die abgelegenen Bale-Berge.
Für ihre Forschung reisen die Bodenkundler in die abgelegenen Bale-Berge.
(Foto: Indrik Myneur / CC 2.0 BY)

Sind die Menschen in Äthiopien während der letzten großen Eiszeit vor 16.000 Jahren in die Berge geflohen? Das erforscht ein internationales Team aus Bodenkundlern, Archäologen und Biologen im neuen Projekt „The Mountain Exile Hypothesis“. Dafür reisen hallesche Bodenkundler künftig in das Sanetti-Hochplateau und untersuchen den Boden mit modernen biogeochemischen Methoden auf Jahrtausende alte Spuren von Menschen. 
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„Es gibt keinen Fahrplan“

Auch in den Geistes- und Sozialwissenschaften wird Feldforschung betrieben. Aber wie? – Das beschreibt Prof. Dr. Georg Breidenstein gemeinsam mit zwei Kollegen im Lehrbuch „Ethnografie – die Praxis der Feldforschung“. Im Interview spricht der Erziehungswissenschaftler über die Notwendigkeit der teilnehmenden Beobachtung, über Herausforderungen und Besonderheiten der sozialwissenschaftlichen Feldforschung.  
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