Werner Nell beim "Kanada-Tag" des BMBF mit 15.000 Euro ausgezeichnet

20.10.2017 von Sarah Huke in Personalia, Forschung
"Kanada-Tag" in Bonn: Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat in dieser Woche eine Projektskizze von Prof. Dr. Werner Nell, geschäftsführender Direktor des Germanistischen Instituts der Universität Halle, mit 15.000 Euro ausgezeichnet. Das Projekt nimmt so genannte rurbane Landschaften vor dem Hintergrund migrationsgesellschaftliche Prozesse in den Blick.
Werner Nell ist geschäftsführender Direktor des Germanistischen Instituts
Werner Nell ist geschäftsführender Direktor des Germanistischen Instituts (Foto: Maike Glöckner)

Im Rahmen des "Kanada-Tages", den das  Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) am Dienstag und Mittwoch in Bonn zur Vernetzung deutsch-kanadischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie zur Förderung von Forschungsinitiativen ausgerichtet hat, wurde die von Prof. Dr. Werner Nell eingereichte Projektskizze „Rurbane Landschaften in migrationsgesellschaftlicher Perspektive. Deutschland und Kanada“ ausgezeichnet.

Die Auszeichnung für den Entwurf, den Nell in Kooperation mit der Bauhaus Universität Weimar und dem Institut für Sozialpädagogische Forschung Mainz erarbeitet hat, ist mit 15.000 Euro dotiert. Mit dem Preisgeld soll im kommenden Jahr in Kanada ein Workshop für eine deutsch-kanadische Expertenrunde veranstaltet werden. Sie wird sich mit der Frage beschäftigen, ob und wie migrationsgesellschaftliche Prozesse und die Stabilisierung und Förderung ländlicher Räume in einem positiven Sinne zu gestalten sind. Neben kulturellen und sozialpolitischen Impulsen werden auch landschaftsplanerische Faktoren eine Rolle spielen. Angesprochen werden damit die bürgergesellschaftliche und kommunale Partizipation ebenso wie die regionale Wirtschaftsförderung und Kulturträger, nicht zuletzt Migrantenselbstorganisationen und Gründerinitiativen.

Im Juni dieses Jahres wurde Werner Nell bereits mit dem John G. Diefenbaker Award ausgezeichnet. Der Preis ist mit knapp 100.000 Kanadischen Dollar dotiert. Es handelt sich um Kanadas wichtigsten Wissenschaftspreis, der jährlich an einen deutschen Wissenschaftler vergeben wird. Die Auszeichnung ermöglicht es dem Preisträger, für ein Jahr an einer kanadischen Universität zu forschen. Werner Nell nutzt diese Chance, um an der Queen's University in Kingston (Ontario) den Einfluss von Großstädten als Ankunftsorte für Migranten zu untersuchen.

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