Mathematik mit anderen Augen sehen: Fotowettbewerb für Kinder und Jugendliche

22.03.2018 von Friederike Stecklum in Varia
Ob in Gemüse, in Gebäuden oder Kunst: Mathematik findet sich an vielen Stellen im Alltag. Diese Verstecke gilt es für einen Fotowettbewerb der Experimente-Werkstatt Mathematik der Universität Halle zu entdecken. Unter dem Motto „Mathematik kennt keine Grenzen“ können Schülerinnen und Schüler von überall auf der Welt bis zum 31. Mai ihre selbstaufgenommenen Fotos einsenden. Gesucht werden Motive, die mathematische Zusammenhänge zeigen.
Ein mathematisch und fotografisch interessantes Gemüse: Der Romanesco-Kohl hat fraktale Formen.
Ein mathematisch und fotografisch interessantes Gemüse: Der Romanesco-Kohl hat fraktale Formen. (Foto: Pixabay)

Die kleinen grünen Spitzen des Romanesco-Kohls sind in perfekten kleinen Hügeln und eleganten Spiralen angeordnet. An dem mathematisch interessanten Gemüse werden gleich zwei Phänomene sichtbar. Zum einen hat Romanesco eine sogenannte fraktale Form - jeder kleine Hügel hat die gleiche Form wie der gesamte Kohl. Zum anderen sind seine Spiralen nach Zahlen der Fibonacci-Folge angeordnet.

Auf die Spuren solcher und ähnlicher sichtbarer mathematische Zusammenhänge sollen sich Schülerinnen und Schüler für den Wettbewerb „Mathematik kennt keine Grenzen“ begeben. Er wird von der Experimente-Werkstatt Mathematik der Uni Halle veranstaltet, die Kinder seit 2013 an interessante mathematische Fragestellungen heranführt. Das Ziel des Fotowettbewerbs ist Symmetrien, Winkel und Perspektiven zu entdecken und somit Mathematik im Alltag sichtbar zu machen. „Unser Anliegen ist es, den mathematischen Blick der Kinder und Jugendlichen zu schärfen“, sagt Prof. Dr. Karin Richter, die das Projekt leitet.

Die Idee dafür ergab sich aus Fotos, die vor drei Jahren entstanden sind und in der Experimente-Werkstatt hängen. Sie zeigen mathematische Besonderheiten und sind an einer Metallschiene mit Magneten befestigt. Die Aufgabe für die Kinder: Die Fotos nach mathematischen Gesichtspunkten zu sortieren und zu gruppieren. „Das stieß bisher immer auf große Begeisterung. Und deshalb dachten wir, es wäre schön wenn die Kinder selber solche Fotos machen könnten“, sagt Karin Richter.

Die Teilnehmenden können bis zu drei selbstgemachte Fotos einsenden. Dabei sind internationale Einsendungen erwünscht, denn der Wettbewerb richtet sich an Kinder überall auf der Welt. Auf die Gewinner wartet ein Überraschungspreis. Außerdem werden die besten Fotos auf der Internetseite, bei Facebook und Instagram veröffentlicht und in der Galerie der Experimente-Werkstatt Mathematik ausgestellt.

Alle Informationen zum Wettbewerb gibt es auf der Internetseite der Experimente-Werkstatt.

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