Forschung an der optimalen Dosis

„Mein Fachgebiet, die Pharmakometrie, verbindet Medikamente mit Mathematik“, sagt Jun.-Prof. Dr. Lea Marie Schatz. Sie untersucht mithilfe von mathematischen Modellen und klinischen Daten, wie Arzneimittel im Körper wirken und wie sie sich optimal dosieren lassen. Dazu gehört auch die Frage, welche Rolle bei der Wirkung etwa das Geschlecht oder die Nierenfunktion spielen. Das Ziel ist es, mit diesem Wissen Therapien wirksamer zu machen und für verschiedene Patienten anzupassen. Aktuell arbeitet Schatz vor allem mit Computersimulationen. Zukünftig will die Wissenschaftlerin an einer Methode forschen, um bereits mit winzigen Blutproben die optimale Dosierung für die jeweiligen Patientinnen und Patienten zu ermitteln.
Schatz studierte bis 2017 Pharmazie an der Universität Münster. 2019 erhielt sie die Approbation als Apothekerin. Anschließend war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Uni Münster tätig und später am Ludwig-Maximilians-Universität Klinikum München, wo sie an mehreren klinischen Studien mitwirkte. Anfang 2024 wurde Schatz promoviert und kam bereits im Oktober des Jahres an die MLU. Hier übernahm sie zunächst die Vertretung der Professur für Biochemische Pharmazie, bis sie nun zur Juniorprofessorin ernannt wurde.
An ihrer neuen Position schätzt sie die Möglichkeit, ihren eigenen Forschungsschwerpunkt im Bereich der Pharmakometrie auszubauen. Dafür sucht sie auch Kooperationen innerhalb des Instituts für Pharmazie sowie mit der Universitätsmedizin Halle. Darüber hinaus will sich Schatz für eine praxisnahe Ausbildung künftiger Apothekerinnen und Apotheker mit vielen Fallbeispielen einsetzen.
Jun.-Prof. Dr. Lea Marie Schatz
Klinische Pharmazie – Pharmakometrie
Tel.: +49 345 55-25150
E-Mail: lea.schatz@pharmazie.uni-halle.de