Das Wundermaterial Kohlenstoff

16.09.2019 von Tom Leonhardt in Personalia, Neuberufen
Kohlenstoff ist nicht nur preiswert, sondern aufgrund seiner besonderen Eigenschaften auch extrem vielseitig einsetzbar, zum Beispiel als Ersatz für Metalle in elektrischen Geräten. Wie sich die Struktur von Kohlenstoff-Materialien auf der Nanoebene gezielt verändern lässt und sich so völlig neue Materialien erzeugen lassen, erforscht Prof. Dr. Konstantin Amsharov. Seit 1. September ist er Professor für Organische Chemie – Funktionsmaterialien an der MLU.
Konstantin Amsharov
Konstantin Amsharov (Foto: Maike Glöckner)

„Kohlenstoffbasierte Nanomaterialien gehören meiner Meinung nach zu den wichtigsten Materialien der Zukunft“, sagt Konstantin Amsharov. Im Gegensatz zu anderen Elementen sei Kohlenstoff sehr günstig und stehe in enormen Mengen zur Verfügung. Weltweit arbeiten Forschungsgruppen daran, seine Struktur auf der Nanoebene zu kontrollieren und so ganz neue Materialien zu erschaffen, zum Beispiel als Ersatz für seltene Metalle, die in vielen technischen Geräten wie Smartphones und Computern eingesetzt werden. „Das Spannende an Kohlenstoff sind die schier unbegrenzten Möglichkeiten, neue Materialien mit herausragenden Eigenschaften zu erzeugen“, so der Chemiker, der aktuell zum Beispiel die Entwicklung von Nanoröhrchen auf Kohlenstoffbasis untersucht. Bereits mehrfach konnte er seine Arbeiten in renommierten Fachjournalen wie „Nature“ oder „Science“ veröffentlichen.

Amsharov wurde in Norilsk in Russland geboren und studierte an der Staatlichen Universität Sankt-Petersburg Chemie. 2002 wurde er an der Russischen Akademie der Wissenschaften promoviert. 2005 wechselte der Chemiker nach Deutschland, um seine eigene Forschungsgruppe am Max-Planck-Institut für Festkörperforschung in Stuttgart zu etablieren. 2012 habilitierte er sich an der Universität Stuttgart, bevor er 2014 im Rahmen eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Heisenberg-Stipendiums an die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg wechselte, wo er bis zuletzt tätig war.

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Chemie

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