50 Jahre Universitätsvertrag mit der Nationalen Universität der Mongolei

12.10.2017 von Manja Hussner in Internationales, Campus
Die Universität Halle und die Nationale Universität der Mongolei (NUM) blicken zurück auf 55 Jahre erfolgreiche wissenschaftliche Kooperation, untermauert mit einem bereits 50 Jahre währenden Universitätsvertrag. Dr. Manja Hussner, Leiterin des International Office der Universität Halle, berichtet aus Ulan Bator, wo das Jubiläum Ende September begangen wurde.
Annegret Stubbe (Mitte) erhielt als erste europäische Frau die Ehrendoktorwürde der NUM.
Annegret Stubbe (Mitte) erhielt als erste europäische Frau die Ehrendoktorwürde der NUM. (Foto: NUM)

Vom 20. bis 23. September fand in der Hauptstadt der Mongolei, Ulan Bator, anlässlich des 50. Jahrestages unseres gemeinsamen Universitätsvertrages, die internationale Konferenz „Biodiversity Research in Mongolia“ statt. Hochkarätige Vorträge von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus den USA, Russland, Tschechien, Indien, Deutschland und der Mongolei beleuchteten hochaktuelle Biodiversitätsthemen aus zoologischer, botanischer und juristischer Sicht – und machten eindrücklich das weltweite dichte Kooperationsnetz der Wissenschaftler der beteiligten Länder sichtbar. Der entsprechende Konferenzband wird auch von der Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und der Deutschen Botschaft in der Mongolei gefördert.

Die seit 1962 von halleschen Biologinnen und Biologen durchgeführte ertragreiche Erforschung der Großschutzgebiete in der Mongolei hat auch Bedeutung für den internationalen Naturschutz, da die Mongolei über die weltweit größten zusammenhängenden Steppengebiete verfügt. Die internationale Zusammenarbeit, aus der auch persönliche Freundschaften hervorgegangen sind, spielt auch eine wichtige Rolle in der akademischen Qualifikation der Mongolen – wobei hervorzuheben ist, dass allein die Universität Halle über 70 mongolische Biologen und Biologinnen zu akademischen Abschlüssen geführt hat: von Diplomen bis hin zu Dissertationen und Habilitationen. Damit basiert fast die gesamte akademische Ausbildung der Mongolei im Bereich Biologie faktisch auf der MLU.

Die Jubiläumskonferenz wurde gewürdigt mit Grußadressen des deutschen Botschafters, des Präsidenten der Akademie der Wissenschaften der Mongolei, des Rektors der MLU, die Dr. Manja Hussner, der Leiterin des International Office der MLU überbrachte, sowie der GIZ und des Ministeriums für Umwelt und Tourismus der Mongolei, da Biodiversität bereits seit 1993 auch ein politisches Thema in der Mongolei ist. Die MLU übersandte auch neben einem Glückwunschschreiben des Rektors auch zwei Semesterstipendien für Studierende der NUM, welche mit großer Freude und als Zeichen echter Verbundenheit entgegengenommen wurden.

Ein ganz besonderer Höhepunkt der Jubiläumsfeier war die Verleihung der Ehrendoktorwürde der Nationalen Universität der Mongolei an Dr. Annegret Stubbe, Institut für Biologie der MLU – sie ist damit die erste europäische Frau, der diese besondere Ehre zuteilwurde. Annegret Stubbe erhielt die Auszeichnung für ihre 40-jährige Forschungstätigkeit in der Mongolei zu diversen Organismengruppen, für ihre Ausbildung zahlreicher mongolischer Nachwuchswissenschaftler und die Schriftleitung des Journals “Erforschung biologischer Ressourcen der Mongolei“.

Des Weiteren erhielt Lara-Sophie Dey, Studentin der MLU, im Rahmen des Posterwettbewerbs des internationalen Symposiums „Biodiversität der Mongolei” für das beste Poster den ersten Preis der Jury verliehen.

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