Gewächshaus saniert: Große Vielfalt auf kleinem Raum

Es ist kein Haus für die Öffentlichkeit. Besucherinnen und Besucher können zwar durch die Glasscheiben ins Innere schauen, der Zweck des Hauses ist jedoch nicht der eines Schauhauses, sondern der des Sammelns und Vermehrens - und eben auch der Lehre, wie der Kustos des Gartens Dr. Matthias Hoffmann zur Einweihung ausführte. Bestandteil sei zum Beispiel eine Zentralsammlung von Kakteen: „Allein 250 Mammillaria-Arten haben wir hier – eine sehr artenreiche Kakteen-Gattung“, so Hoffmann. Biologische Vielfalt lasse sich hier auf kleinem Raum bestaunen und begreifen.
Seit 2004 werden die Gewächshäuser des Botanischen Gartens der Universität durch die Abteilung 4 – Bau und Liegenschaften Stück für Stück saniert. „Und jetzt sind wir fast fertig“, so der Kustos, der seinen großen Dank an alle Beteiligten richtete. Dem schloss sich auch Rektorin Prof. Dr. Claudia Becker an, die betonte, welchen Wert Sammlungsgewächshäuser für die Forschung haben. Dies sei ein Ort, der „primär für die Wissenschaft, für die Erforschung der Pflanzen gedacht ist. Der aber schlussendlich über die wissenschaftliche Erkenntnis, die hier gewonnen wird, in die Öffentlichkeit zurückwirkt“, sagte Becker.
Die Sanierung des Gewächshauses, die Ende September 2024 begann, dauerte nur ein Jahr. Die Gesamtkosten betrugen, inklusive Planung und Bauüberwachung, rund eine Million Euro, davon wurden über 250.000 Euro für neue Betriebstechnik ausgegeben.

