Von der Forschung in die Praxis: Psychische Gesundheit junger Menschen

12.03.2026 von Tom Leonhardt in Personalia, Neu berufen
Prof. Dr. Betteke van Noort forscht zur psychischen Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf neuen Maßnahmen zur Prävention und Behandlung psychischer Erkrankungen. Seit 1. März hat sie die an der MLU neu eingerichtete Professur für „Klinische Psychologie II - Schwerpunkt Kindes- und Jugendalter“ inne.
Betteke van Noort
Betteke van Noort (Foto: Maike Glöckner)

„Kaum ein Bereich ist so zukunftsrelevant wie die psychische Gesundheit junger Menschen. Frühzeitige Intervention kann Lebenswege nachhaltig verändern“, sagt Prof. Dr. Betteke van Noort. Die Psychologin erforscht zum Beispiel, welche Faktoren Kinder und Jugendlicher anfälliger für psychische Probleme machen. Außerdem untersucht sie, wie und warum Maßnahmen zur Vorbeugung und Behandlung psychischer Störungen wirken. „Mich motiviert besonders, wenn Forschung nicht im Elfenbeinturm bleibt, sondern direkt in der Versorgung von Kindern und Jugendlichen oder in der Ausbildung künftiger Therapeutinnen und Therapeuten wirksam wird“, so van Noort. Ihr Ziel sei es, wissenschaftliche Erkenntnisse so weiter zu entwickeln, dass sie Betroffenen, ihren Familien und Bezugspersonen zugutekommen. Zuletzt hat sie auch zur psychotherapeutischen Versorgung von Kindern in Pflege- und Adoptivfamilien sowie in der stationären Jugendhilfe gearbeitet.

Die gebürtige Niederländerin studierte von 2004 bis 2010 an der Universität Maastricht Psychologie sowie Kognitive und Klinische Neurowissenschaften. 2011 wechselte die Psychologin als wissenschaftliche Mitarbeiterin an die Charité Berlin. 2017 wurde van Noort an der Universität Potsdam promoviert. Anschließend war sie an der Medical School Berlin zunächst als wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig, ab 2023 als Professorin für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie. Parallel dazu erwarb sie die Approbation als Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin.

An der MLU möchte sie die Verbindung von Wissenschaft und Praxis stärken und Studierende für eine reflektierte, evidenzbasierte therapeutische Arbeit mit jungen Menschen begeistern. Zu ihren Aufgaben gehört auch der Aufbau einer neuen Hochschulambulanz für Psychotherapie mit Kindern und Jugendlichen. „Das ist eine anspruchsvolle, aber auch sehr sinnstiftende Aufgabe: Hier entsteht ein Ort, an dem Studierende lernen, wie junge Patient*innen versorgt werden und neue wissenschaftliche Erkenntnisse generiert werden können“, so van Noort. 
 

Prof. Dr. Betteke van Noort
Abteilung für Klinische Kinder- und Jugendpsychologie und -psychotherapie
Tel.: +49 345 55-24318
E-Mail: betteke.van-noort@psych.uni-halle.de 

Schlagwörter

Psychologie

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