Gründerwerkstatt für Biowissenschaftler eingeweiht

01.12.2011 von Corinna Bertz in Forschung, Wissenstransfer, Wissenschaft
Auf dem Weinberg Campus wurde am Dienstagabend (29.11.11) die Gründerwerkstatt für Biowissenschaftler eingeweiht. Sie bietet Studierenden, wissenschaftlichen Mitarbeitern und Absolventen aller Hochschulen des Landes Sachsen‐Anhalt mit Gründungsideen aus den Life Sciences die Möglichkeit, innovative Geschäftsideen in einem praxisnahen Umfeld zu entwickeln und zu erproben.
Das erste Gründerteam – Studierende und Wissenschaftler aus dem Bereich der Biowissenschaften an der MLU –  ist bereits in das Labor im Bio-Zentrum eingezogen. Das Team etabliert innovative Methoden für präklinische Untersuchungen.
Das erste Gründerteam – Studierende und Wissenschaftler aus dem Bereich der Biowissenschaften an der MLU – ist bereits in das Labor im Bio-Zentrum eingezogen. Das Team etabliert innovative Methoden für präklinische Untersuchungen.

„Die Gründerwerkstatt Biowissenschaften ist fester Bestandteil unserer Gründungs‐ und Verwertungsstrategie. Mit dieser neuen Infrastruktur für Gründungswillige wollen wir Studierende, Absolventen und Wissenschaftler aus den Lebenswissenschaften ermutigen und dabei unterstützen, Know‐how und Technologien in innovative Gründungen umzusetzen“, sagte Prof. Dr. Birgit Dräger, Prorektorin für Strukturen und Finanzen der Martin‐Luther‐Universität Halle‐Wittenberg (MLU) zur feierlichen Einweihung der Gründerwerkstatt.

In ihrem Grußwort machte die Prorektorin die Bedeutung und Notwendigkeit solcher Infrastrukturen für Halle und die Region deutlich. Obwohl Gründungen aus der Wissenschaft deutschlandweit nur drei Prozent des Gründungsgeschehens ausmachen, schaffen sie rund siebenmal mehr Arbeitsplätze.

Der Aufbau des Inkubators der MLU wird durch das Land Sachsen-Anhalt und mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) im Rahmen des Programms ego.‐INKUBATOR mit 339.000 Euro gefördert. Ziel dieses Programms ist die Errichtung von gründungsbezogenen Infrastrukturen an Hochschulen und der Ausbau unternehmerischen Denkens.

In den modern ausgestatteten Büroräumen im Technologie- und Gründerzentrum 1 können Gründer mit einer Geschäftsidee aus dem Bereich Life Sciences an ihrem Geschäftskonzept arbeiten und sich mit anderen Wissenschaftlern und Gründern austauschen.
In den modern ausgestatteten Büroräumen im Technologie- und Gründerzentrum 1 können Gründer mit einer Geschäftsidee aus dem Bereich Life Sciences an ihrem Geschäftskonzept arbeiten und sich mit anderen Wissenschaftlern und Gründern austauschen.

Die Gründerwerkstatt Biowissenschaften bietet Studierenden, wissenschaftlichen Mitarbeitern und Absolventen aller Hochschulen des Landes Sachsen‐Anhalt mit Gründungsideen aus den Life Sciences die Möglichkeit, innovative Geschäftsideen in einem praxisnahen Umfeld zu entwickeln und zu erproben. Wie in einem Brutkasten (Inkubator) sollen hier in geschützter Atmosphäre Gründungsideen heranwachsen.

Auf dem Weinberg Campus stehen Gründern dazu im Technologie‐ und Gründerzentrum (TGZ 1) Büroarbeitsplätze mit Internetzugang, Küche und Aufenthaltsraum sowie ein Tagungs‐ und Seminarraum, ausgestattet mit moderner Technik zur Verfügung. Im gegenüberliegenden Bio‐Zentrum können Labore, unter anderem ausgestattet mit Elektrophorese‐Geräten, Flow Cytometer, Plattenwäscher/Plattenleser, PCR und Gel Dokumentation einschließlich Verbrauchsmaterialen zur gründungsbezogenen Technologieentwicklung genutzt werden.

Fachliche Betreuung während der technologischen Entwicklung erhalten die akademischen Unternehmensgründer durch Experten der BioSolutions Halle GmbH. Betriebswirtschaftlich werden die Gründer von der Univations Institut für Wissens‐ und Technologietransfer GmbH betreut.

Seit Inkrafttreten des Förderprogramms „ego.‐INKUBATOR“ im August 2010 sind rund 1,4 Millionen Euro für vier Vorhaben aus unterschiedlichen Fachbereichen bewilligt worden, davon entfallen zwei Projekte auf die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und jeweils eines auf die Martin‐Luther‐Universität Halle‐Wittenberg sowie die Hochschule Magdeburg‐Stendal. Weitere Inkubatoren sind derzeit an der Hochschule Anhalt und an der Hochschule Merseburg geplant. Insgesamt stehen Fördermittel in Höhe von rund vier Millionen Euro zur Verfügung.

Weitere Informationen zu den Zugangsvoraussetzungen, Unterstützungsmöglichkeiten und Ansprechpartnern der Gründerwerkstatt Biowissenschaften unter:

www.hochschulgruender.net/angebote/gruenderwerkstatt Text: Annekatrin Lacroix, Fotos: Marco Warmuth

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