Wechsel im Studentenwerk: "Die Finanzierung wird Thema bleiben"

06.02.2015 von Corinna Bertz in Varia, Personalia
Zwanzig Jahre lang hat Dr. Volkmar Thom die Geschäfte des Studentenwerks Halle geleitet. Heute, am 6. Februar, wird er in der Aula der Universität feierlich in den Ruhestand verabschiedet. Zum Jahresbeginn hat Dr. Lydia Hüskens seine Nachfolge angetreten. Die neue Geschäftsführerin war zuletzt im Wissenschaftsministerium tätig und spricht im Interview über aktuelle Aufgaben und langfristige Ziele.

Fühlen Sie sich für Ihre neue Aufgabe gut gerüstet?

Dr. Lydia Hüskens
Dr. Lydia Hüskens
(Foto: Michael Deutsch)
Dr. Lydia Hüskens: Ja. Ich übernehme ein gut aufgestelltes Studentenwerk. Auf dem, was hier geleistet wurde, kann ich aufbauen. Mit Volkmar Thom und Hans Lilie, dem früheren Vorsitzenden des Verwaltungsrates, werde ich auch zukünftig im Austausch stehen und mir manchen Tip holen können. Welche aktuellen Herausforderungen stehen jetzt als Erstes an?

Wir wollen zum Beispiel zeitnah die Diskussion über ein Landesstudentenwerk abschließen. Das Ministerium hat prüfen lassen, ob die zwei Studentenwerke in Sachsen-Anhalt zu einem zusammengelegt werden sollen. Ein abschließender Bericht, der zu dem Ergebnis kommt, dass es keine wesentlichen Einsparungen gibt, kann bald Thema im Landtag sein. Wir votieren natürlich für den Erhalt der zwei regional organisierten Studentenwerke, weil sie die gezielte Betreuung aller Studierenden vor Ort besser gewährleisten können.

Sie sind aus dem Wissenschaftsministerium zum Studentenwerk Halle gewechselt. Welche Vorteile hat das für Ihre jetzige Funktion?

Es ist natürlich von Vorteil, wenn man weiß, welche Handlungsoptionen es in einem Ministerium gibt und wie in Magdeburg „getickt“ wird. Dafür sind Seitenwechsel gut.

Welche langfristigen Ziele verfolgen Sie als Geschäftsführerin im Hinblick auf die finanziellen Nöte der Studentenwerke?

Die Finanzierung wird ein großes Thema bleiben. Es bleibt zum Beispiel zu klären, wie die Instandsetzungen und Sanierungen der Mensen finanziert werden soll, die sich in Landesliegenschaften befinden. Wer zahlt die Sanierungskosten? Unsere Aufgabe wird es sein, dies zu klären. Insgesamt gilt: Ein Studentenwerk ist kein klassisches Unternehmen. Wir haben dafür Sorge zu tragen, dass die Lebenshaltungskosten für die Studierenden keine Last werden und zahlreiche soziale Beratungsleistungen zu erbringen. Dafür stehen uns vor allem die Beiträge der Studierenden und Einnahmen aus den Betrieben zur Verfügung, mit denen wir natürlich so effizient wie möglich umgehen müssen.

Interview: Corinna Bertz

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