Minimal-invasive Behandlungsmethoden in der Radiologie

26.06.2017 von Corinna Bertz in Neuberufen, Personalia
Prof. Dr. Dr. Walter Alexander Wohlgemuth setzt die bildgebenden Verfahren der Radiologie ein, um Patienten schonend und zielgerichtet zu behandeln. Zum 1. Juni ist der 51-Jährige als Professor für Radiologie an die Medizinische Fakultät berufen worden. Als neuer Direktor der Universitätsklinik und Poliklinik für Radiologie am Universitätsklinikum Halle (Saale) baut er ein Interdisziplinäres Zentrum für Gefäßanomalien auf. Ein weiterer Schwerpunkt wird die Behandlung von Kindern mit Gefäßerkrankungen sein.
Walter Alexander Wohlgemuth
Walter Alexander Wohlgemuth (Foto: telle UKH / Gandyra)

Wohlgemuth untersucht, wie sich die Strahlendosis beim Einsatz radiologischer Methoden vermindern lässt und erforscht Gefäßanomalien sowie die subjektive Lebensqualität von Patienten in der interventionellen Radiologie. „Ich will herausfinden, ob eine nach klassischen medizinischen Kriterien erfolgreiche Behandlung auch die gefühlte Lebensqualität der Patienten wirklich erhöht“, sagt der Radiologe und Gesundheitsökonom. In der Lehre möchte er moderne Methoden etablieren. So ist der Einsatz eines 3D-Druckers geplant, mit dem die Studierenden in der Lernklinik unterschiedliche Gefäßmodelle erstellen können.

Walter A. Wohlgemuth ist ein renommierter Experte für die interventionelle Radiologie. Er wurde in Bad Kreuznach in Rheinland-Pfalz geboren. Er studierte in München und Regensburg Humanmedizin und in Bayreuth Gesundheitsökonomie. Seine Facharztausbildung zum Diagnostischen Radiologen absolvierte er im Klinikum Augsburg, wo der zweifache Vater anschließend als geschäftsführender Oberarzt arbeitete. An der TU München wurde er zum Dr. med und an der Universität Bayreuth zum Dr. rer. pol. promoviert. In Bayreuth habilitierte er sich 2005 mit einer Arbeit über die subjektive Lebensqualität von Patienten mit einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit. 2011 erhielt er eine Professur für Interventionelle Radiologie am Universitätsklinikum Regensburg, wo er bis 2017 das Interdisziplinäre Zentrum für Gefäßanomalien leitete. Jens Müller

Webseite der Universitätsklinik und Poliklinik für Radiologie

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