Dieter Körholz zum Prorektor für Studium und Lehre gewählt

12.11.2014 von Corinna Bertz in Hochschulpolitik, Personalia, Campus
Mit 19 von 23 Stimmen hat der Akademische Senat heute Nachmittag Prof. Dr. Dieter Körholz auf Anhieb zum neuen Prorektor für Studium und Lehre gewählt. In seiner Vorstellungsrede skizzierte der Mediziner dem Gremium seine Vorstellungen zur Weiterentwicklung seines neuen Verantwortungsbereichs und beantwortete die Fragen der Senatoren.
Prof. Dr. Dieter Körholz
Prof. Dr. Dieter Körholz
(Foto: UKH telle)

Vor allem aufgrund seiner Leistungen als Studiendekan der Medizinischen Fakultät habe er Dieter Körholz für das Amt des Prorektors vorgeschlagen, erklärte Rektor Udo Sträter zu Beginn der Sitzung. Körholz, Direktor der Universitätsklinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin, war von 2010 bis 2014 Studiendekan der Medizinischen Fakultät.

Unter seiner Leitung wurde das klinische Curriculum für Medizinstudierende in Halle grundlegend reformiert. Auch die drittgrößte Lernklinik Deutschlands, das Dorothea-Erxleben Lernzentrum mit SkillsLab, Simulationszentrum und studentischem Lernraum hat er mit aufgebaut. „Es ist auch gut, dass mit der Wahl die Medizinische Fakultät als Bestandteil der Universität stärker in Erscheinung tritt“, sagte Sträter.

Mit dem Amt des Prorektors komme nun eine neue Aufgabe auf ihn zu, in die er sich tiefgreifend einarbeiten wolle. „Ich hoffe, in der Lage zu sein, die Komplexität des Studienangebots außerhalb der Medizin zu erfassen“, sagte Körholz in seiner Vorstellungsrede bescheiden. „Als Arzt und Studiendekan habe ich gelernt, Lösungsansätze zu entwickeln. Und das möchte ich auch in meinem neuen Amt tun.“

„Eine kurze Auswahl von Gedanken“ dazu, wie er Studium und Lehre an der MLU weiterentwickeln wolle, stellte der Mediziner im Senat vor. Um die Lehre strategisch und nachhaltig zu fördern, wolle er Rahmenbedingungen für eine leistungsorientierte Mittelvergabe in der Lehre schaffen – „in welchem Rahmen, das bleibt noch zu diskutieren“. Auch wolle er die Studienprogramme an der gesamten Universität akkreditieren lassen. Beides sei in der Medizin bereits erfolgreich eingeführt worden.

Weiterhin sei es sein Ziel, Studienprogramme stärker aufeinander abzustimmen und zu vernetzen. Hier sei auch die Evaluation von Modulen oder Lehrveranstaltungen von Bedeutung. „Ziel sollte es sein, Instrumente zu entwickeln, mit denen wir den Wissenstransfer erfassen können.“ Stärker interdisziplinär gestaltete Programme seien ebenso wünschenswert. Als Beispiel benannte er ein mögliches gemeinsames Studienangebot zwischen Wirtschaftswissenschaften und Medizin. Den Studierenden lieferte Dieter Körholz eine klare Zusage der Beteiligung an den Prozessen: „Ich halte es für sehr wichtig, dass die Studierenden in die Weiterentwicklung von Studium und Lehre mit einbezogen werden.“

Nach 40 Minuten der Vorstellung und Rückfragen an den Kandidaten fand die geheime Wahl statt. Das Ergebnis war schnell ausgezählt. 19 Senatoren stimmten im ersten Wahlgang mit Ja, vier mit Nein. Mit einem Blumenstrauß wurde der neue Prorektor von Udo Sträter zu seinem Amt beglückwünscht. Sein erster Arbeitstag im Prorektorat wird der 17. November sein. Corinna Bertz

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