Anlässlich des 150. Geburtstags der SPD im Mai 2013 hörte ich einen Radiokommentator sagen, dass die SPD zwar große Verdienste habe, aber auch etwas aus der Zeit gefallen sei. Warum das so sei, sagte der Kommentator nicht, aber zum wiederholten Mal ärgerte ich mich, wie schnell etwas als „aus der Zeit gefallen“ angesehen wird, ohne dabei die unterschiedlichen Betrachtungsweisen zu berücksichtigen und den historischen Hintergrund mit zu bedenken. Read more
ist das Hauptgebäude der Alma Mater Halensis ein architektonisches Juwel. Einst war es nämlich als Dreiflügelbau geplant – das zeigen die Entwürfe des Schinkel-Mitarbeiters Carl Ferdinand Busse, von Karl Friedrich Schinkel selbst und vom Dezernenten der Königlichen Oberbaudeputation Carl Ferdinand Busse. Read more
„Das vorzüglichste Cabinett in unserer Stadt ist unstreitig das Meckelsche.“ So umreißt „Rundes Chronik der Stadt Halle 1750 bis 1835“ das schon damals hohe Ansehen jener ursprünglich privaten Sammlungen mehrerer Mitglieder der Medizinerfamilie Meckel – und doch greift er viel zu kurz! Read more
Wird nach berühmten Söhnen der Stadt Halle gefragt, fällt meist auch der Name August Hermann Francke. Aber er war kein Hallenser, er kam am 22. März 1663 in Lübeck zur Welt. Read more
Im fünften Teil des dritten Kapitels taucht Halle an sechster Stelle zum ersten Mal auf – mit dem Artikel über „Die Anfänge der Psychotherapie an der Universitätsnervenklinik Halle“ (Seite 214 f.). Von da an sind drei hallesche Experten (und Alumni) – Erdmuthe Fikentscher, Heinz Hennig (beide MLU) und Hans-Joachim Maaz – im Ensemble der 75 Autorinnen (30) und Autoren (45) permanent präsent. Die international anerkannte Prominenz der Hallenser und ihre maßgebende Rolle beim Aufbau der Medizinischen Psychologie und einer modernen Psychotherapie im Osten Deutschlands treten allenthalben hervor. Read more
… so mag mancher Gelehrte, Künstler oder Literat jüdischer Herkunft seine Lebenssituation in Deutschland empfunden haben. Halle und seine Universität in ihrer anfänglichen Blütezeit machten da eine seltene und darum um so bemerkenswertere Ausnahme. Die Stadt selbst zählte zu den Zentren der Mitteldeutschen Aufklärung; und sogar August Hermann Francke propagierte Weltoffenheit. Die Anthologie „Kein falsches Bild“ ist ein literarischer Spiegel der letzten zwei Jahrhunderte in Halle. Für scientia halensis hat Magarete Wein das Buch rezensiert. Read more
Die Geschichte der über 1200 Jahre alten Stadt Halle ist unerschöpflich. Ihre Bedeutung als Rechtsmetrople im Mittelalter wird in dem Band „Halle im Licht und Schatten Magdeburgs" näher beleuchtet. Darin geht es um das hallesche Stadtrecht, seine mittelalterlichen Wurzeln und die Position in der Magdeburger Stadtrechtsfamilie. Read more
Seit 250 Jahren tot sein kann jeder irgendwann – aber die Ästhetik erfinden, das konnte nur er: Alexander Gottlieb Baumgarten. Hans-Joachim Kertscher – emeritierter Professor für deutsche Literaturgeschichte an der MLU – brachte nun die authentische Darstellung „Alexander Gottlieb Baumgartens Leben“ von Georg Friedrich Meier neu heraus. Für scientia halensis hat Magarete Wein den Band rezensiert Read more
Seit 2003 gibt es die Landesinitiative „Sachsen-Anhalt und das 18. Jahrhundert“. Ende 2011 erschien Band 6 der gleichnamigen, vom Kultusministerium geförderten Buchreihe, zwar nicht ganz so schwer wie die vorigen, doch nicht minder gewichtig. Er versteht sich als Katalog zum Themenjahr 2010, der in 18 Beiträgen die vielfarbige Palette der Aktivitäten von Museen und Archiven des Landes widerspiegelt und reich illustriert für alle Zeit bewahrt. Bisher wurden Wirtschaft und Technik, Lese- und Alltagswelten sowie Leben und Wirken von Frauen im 18. Jahrhundert in Sachsen-Anhalt im Detail untersucht und vorgestellt – nun sind die Menschenbilder jener Epoche an der Reihe. Read more