Zwischen Kommunikation und Sicherheit

06.02.2020 von Manuela Bank-Zillmann in Personalia
Seit dem 1. Februar hat das IT-Servicezentrum der Uni, kurz ITZ, einen neuen Direktor. Ulrich Klaus hat bisher die IT in und für Unternehmen gemanagt, die letzten 14 Jahre im Solar Valley in Bitterfeld-Wolfen. Dennoch ist ihm die Universität vertraut – zunächst nur aus User-Sicht, wie er sagt, denn er hat in Halle studiert.
Ulrich Klaus am Hochleistungsrechner Janus.
Ulrich Klaus am Hochleistungsrechner Janus. (Foto: Markus Scholz)

Wer den Namen Ulrich Klaus und IT googelt, findet: nichts. Darauf angesprochen, lächelt der IT-Manager. Natürlich hat das einen Grund, er gehe lieber sorgsam mit seinen Daten um. Dennoch, sich an seiner neuen Wirkungsstätte vorzustellen, ist ihm wichtig und selbstverständlich. Er freue sich sehr auf seine neuen Aufgaben, die so ganz anders seien als bisher. Jedenfalls im Detail: „Die Verwaltungsstrukturen im öffentlichen Dienst kenne ich bis jetzt noch zu wenig.“

Der berufliche Weg des 50-jährigen gebürtigen Kötheners ist aber auch keiner in der öffentlichen Verwaltung. Ulrich Klaus beginnt in Rostock Biologie zu studieren, wechselt ganz bewusst nach Halle und bleibt auch nach dem Abschluss seines Studiums bis 1999 in der Zoologie der Uni Halle und forscht. Dann kommt ein eher jäher beruflicher Wechsel. „Kurz entschlossen bin ich in die IT reingegangen, und das hat zu meiner eigenen Überraschung gut geklappt.“ Klaus wechselt nach Frankfurt/Main in ein IT-Systemhaus, bleibt dort paar Jahre als technischer Leiter. Das Unternehmen kommt jedoch ins Schlingern, Klaus macht sich erfolgreich als IT-Berater selbstständig und wird schnell von Q-Cells angeworben, wo er sukzessive aufsteigt.

Was den dreifachen Familienvater, der im Mansfelder Land wohnt, an der Universität reizt – außer ein jetzt kürzerer Arbeitsweg von nur noch 35 Minuten? Ulrich Klaus antwortet immer freundlich und wirkt fast ein wenig bescheiden: „Ich habe in meiner Arbeit ein paar Erkenntnisse gewonnen, die ich als essenziell für eine gute IT erachte und die möchte ich hier einbringen.“ Welche das sind? „Im Wesentlichen drei Punkte: ein gutes Monitoring aller IT-Systeme, eine Reduzierung von Komplexität und dass jeder gern hier arbeitet.“

UIrich Klaus ist dabei bewusst, dass es zum Teil andere Lösungen braucht als in dem geschlossenen System eines Unternehmens und die Herausforderungen an einer Hochschule etwas anders gelagert sind: „Das fängt bei der wichtigen Balance zwischen der gewissen Offenheit einer Uni-IT und dem notwendigen Schutz gegen Angriffe von außen an“, sagt er. Sicherheit sei überhaupt das große Thema, hier werde es Änderungen geben müssen. „Das wird vielleicht auch mit einigen Einschränkungen verbunden sein.“ Parallel sei es notwendig über Notfallmaßnahmen nachzudenken. Ein Katastrophenfall wie an der Universität Gießen, deren IT-Systeme Ende 2019 für etliche Tage komplett ausfielen, muss unbedingt verhindert werden.
 
Die ersten Wochen im ITZ jedoch will Ulrich Klaus noch einen anderen Schwerpunkt setzen, nämlich grundsätzlich in der Kommunikation: „Ich werde viele Fragen stellen und ich werde mit jeder Mitarbeiterin und jedem Mitarbeiter hier einzeln sprechen.“ Bei rund 50 Beschäftigten im ITZ wird das ein paar Tage dauern, aber er freut sich auf jedes einzelne Gespräch. „Ich bin wirklich sehr freundlich und zuvorkommend aufgenommen worden. Und natürlich auch erwartungsvoll.“

 

 

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