Moot Courts: Studierende erreichen Weltfinale

23.11.2022 von Jannis Bertling in Campus, Studium und Lehre
Gleich zwei Teams von Jura-Studierenden der Universität haben sich in diesem Jahr bis in die Weltfinalrunden von Moot Courts zum Investitionsschutzrecht und zum Welthandelsrecht gekämpft. Auch eine Einzelauszeichnung gehörte zu den Erfolgen.
Louraine Böhme, Lena Thieme,Adrian Biermann und Maximilian Wiegand (von links) - hier in der Vorbereitungsphase in Frankfurt - haben die MLU in London vertreten.
Louraine Böhme, Lena Thieme,Adrian Biermann und Maximilian Wiegand (von links) - hier in der Vorbereitungsphase in Frankfurt - haben die MLU in London vertreten. (Foto: Cristina Lloyd)

In London haben im November Teams von mehr als 70 Universitäten aus aller Welt an der diesjährigen Finalrunde des Foreign Direct Investment International Arbitration Moot teilgenommen. Für MLU hatte sich ein Team, bestehend aus den Jura-Studierenden Adrian Biermann, Louraine Böhme, Lena Thieme, Maximilian Wiegand und Coach Cristina Lloyd qualifiziert und trat nun unter anderem gegen die Paris Bar School sowie gegen Teams aus Argentinien, Indien und den Philippinen an. Inhaltlich stand der Anbau von Cannabis und die staatliche Verantwortung im Mittelpunkt des Wettbewerbs. Geklagt wurde bei dem simulierten Fall im Rahmen eines bilateralen Investitionsschutzvertrages vor dem International Centre for Settlement of Investment Disputes. Im Fall wurden die Plantagen des Klägers während eines bürgerkriegsähnlichen Zustands geplündert und teilweise vom Militär zerstört. Genau diese hatte der Staat jedoch versprochen zu beschützen.

Von April bis September 2022 hatte das hallesche Team Schriftsätze für Kläger und Beklagte ausgearbeitet und sich auf die mündliche Verhandlung vorbereitet. Unterstützt wurde es dabei von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Instituts für Wirtschaftsrecht und verschiedener Lehrstühle sowie von einem Rhetoriktrainer. Zusätzlich nahm es an einem sogenannten Pre Moot in Frankfurt am Main bei der Wirtschaftskanzlei Herbert Smith Freehills LLP teil. Die Arbeit wurde belohnt: Das MLU-Quartett schaffte es nicht nur unter die besten Teams, Lena Thieme wurde zudem für Ihre Leistung mit der Platzierung als „32nd best Arbitrator“ von über 250 Studierenden ausgezeichnet.

Spannend fanden die Teammitglieder vor allem das praxisnahe anwaltliche Arbeiten in englischer Sprache. Besonderes Highlight war der Aufenthalt in London, bei dem das Team nicht nur eine spannende Stadt kennenlernen durfte, sondern auch mit vielen Studierenden aus aller Welt in Berührung kam und Kontakte knüpfen konnte.

Handelsrecht: Endrunde in Genf

Helena Wartenberg, Maya Berke, Pia Schaller und Anna Weingärtner erreichten das Finale in Genf.
Helena Wartenberg, Maya Berke, Pia Schaller und Anna Weingärtner erreichten das Finale in Genf. (Foto: Cristina Lloyd)

Mit der Finalrunde in Großbritannien ging ein insgesamt sehr erfolgreiches Jahr für die Teams des Instituts für Wirtschaftsrecht unter Leitung von Prof. Dr. Christian Tietje zu Ende: Ein weiteres Team hatte es bereits im Juni 2022 bis ins Weltfinale des WTO Moot Courts zum Welthandelsrecht in Genf geschafft. Maya Berke, Pia Schaller, Helena Wartenberg und Anna Weingärtner hatten sich seit September 2021 intensiv vorbereitet und sich über das Halbfinale der Regionalrunde qualifiziert. Im WTO Moot Court ging es um den Abbau von seltenen Erden, die zur Herstellung von Windkraftanlagen benötigt wurden, aber gleichzeitig mit gesundheitsgefährdenden Arbeitsbedingungen einhergingen. In der Vorbereitung wurden die halleschen Studierenden ebenfalls durch ein Rhetorikcoaching und einen Pre Moot bei der Kanzlei Linklaters in Düsseldorf unterstützt.

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