Von Warschau nach Buenos Aires: Jura-Studierende rüsten sich für Moot-Court-Finale

26.10.2016 von Corinna Bertz in Studium und Lehre, Campus
Vier Jura-Studierende reisen kommende Woche zum Finale des internationalen Moot Courts zum Auslandsinvestitionsschutzrecht in Argentinien. Bei der letzten europäischen Vorbereitungsrunde hatte das Team der Uni Halle am vergangenen Wochenende in Warschau erfolgreich den dritten Platz belegt. In Buenos Aires werden sie sich in fiktiven Gerichtsverfahren mit rund 60 anderen Teams aus aller Welt messen.
Das hallesche Team beim Moot-Court in Warschau. Von links:  Lena Lüken, Anja Weichold, Alicia Meier, Moot-Court-Coach Kevin Crow und Julian Arendt.
Das hallesche Team beim Moot-Court in Warschau. Von links: Lena Lüken, Anja Weichold, Alicia Meier, Moot-Court-Coach Kevin Crow und Julian Arendt. (Foto: privat)

Seit sechs Monaten bereiten sich Alicia Meier, Julian Arendt, Lena Lüken und Anja Weichold intensiv auf die Finalrunde des „Foreign Direct Investment International Arbitration Moot 2016“ in Argentinien vor. Der internationale Wettbewerb zum Auslandsinvestitionsschutzrecht wird vom 3. bis 6. November in Buenos Aires ausgetragen. Bearbeitet wird ein fiktiver Fall im Rahmen eines Streitschlichtungsverfahrens zwischen einem Staat und einem ausländischen Investor unter einem bilateralen Investitionsschutzabkommen. Die Zahl derartiger Schiedsverfahren wächst. Durch Freihandelsabkommen wie CETA und TTIP ist das Thema weltweit in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt.

Um in der anspruchsvollen Finalrunde bestehen zu können, hatte die Universität Warschau am vergangenen Wochenende ein Vorbereitungsturnier ausgerichtet, an dem auch die vier Jura-Studierenden aus Halle teilnahmen. In den Räumlichkeiten einer Anwaltskanzlei haben acht Teams aus ganz Europa ihre Mandanten vertreten. Dabei konnten die Hallenser den dritten Platz belegen. Im Einzelranking der besten studentischen Anwälte errang ein Teammitglied sogar den zweiten Platz.

In der Vorbereitung auf die Finalrunde mussten die Studierenden nicht nur ausführliche Schriftsätze für die Kläger- und Beklagtenseite verfassen, sondern auch innerhalb eines Monates ihre mündliche Darbietung des Falls auf ein Niveau bringen, das den Anforderungen des internationalen Wettstreits gewachsen ist. Unterstützt wurden sie dabei durch Professor Dr. Christian Tietje, die wissenschaftlichen Mitarbeiter des Lehrstuhls für Öffentliches Recht, Europarecht und Internationales Wirtschaftsrecht und der Forschungsstelle für Transnationales Wirtschaftsrecht sowie durch ehemalige Moot-Court-Teilnehmer.

Website des Moot Courts zum Auslandsinvestitionsschutzrecht

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