Universitätschor gewinnt internationalen Chorwettbewerb in Verona

09.04.2018 von Jens Arndt in Varia
Die 80 Sängerinnen und Sänger des Universitätschores Halle „Johann Friedrich Reichardt“ können sich freuen: Am vergangenen Samstag, den 7. April, haben sie den Chorwettbewerb der 29. Internationalen Tage der Chormusik in Verona gewonnen. Neben dem errungenen Gesamtsieg wurde das Ensemble als bester Chor des Wettbewerbs in allen Kategorien ausgezeichnet. Ein Bericht von Chorleiter Dr. Jens Arndt, Mitarbeiter in der Abteilung für Musikpädagogik.
Voller Erfolg für den Unichor beim Internationalen Chorwettbewerb in Verona.
Voller Erfolg für den Unichor beim Internationalen Chorwettbewerb in Verona. (Foto: Jens Arndt)

Im Ausscheid stellten sich 32 Ensembles aus 10 Nationen dem Urteil der Juroren aus fünf europäischen Ländern, die selbst als Chorleiter und Komponisten internationale Anerkennung und Renommee besitzen. Die 80 Sängerinnen und Sänger des Universitätschores konnten sich unter der künstlerischen Leitung von Jens Lorenz und Dr. Jens Arndt mit einem äußerst anspruchsvollen und publikumswirksamen Programm gegenüber der starken Konkurrenz durchsetzen. Mit vier- bis achtstimmigen, teils doppelchörigen Werken von Monterverdi, Pachelbel, Brahms, Orban und dem Pflichttitel von Poulenc wussten die halleschen Sängerinnen und Sänger zu überzeugen. Mit dem Gesamtsieg war das Prädikat „Ausgezeichnet - Golddiplom“ und die Verleihung des Sonderpreises der Jury für die beste Interpretation des Pflichttitels „Belle et ressemblante“ von Francis Poulenc verbunden.

Besonders eindrucksvoll gelang die Interpretation der Komposition „Silbury Hill“ des aus Dessau stammenden Komponisten Christoph Reuter. Das Stück entstand im Zuge des Projekts „In einem Meer von Tönen“, bei dem es nicht die erste Zusammenarbeit des Universitätschores mit der Band „Cristin Claas & l´arc six“ gab. Die A-cappella-Version des Werkes beeindruckte im stilistischen Crossover von Jazz, Pop und zeitgenössischen Elementen Jury und Zuhörer gleichermaßen. So erklang die Komposition auch nochmals als abschließendes Stück vor mehr als 1.000 Zuhörern bei der offiziellen Preisverleihung im Teatro Filharmonico.

Jubel in der weltberühmten antiken Arena Veronas.
Jubel in der weltberühmten antiken Arena Veronas.
(Foto: Jens Arndt)

Einen weiteren, beeindruckenden Höhepunkt bildete das Treffen der mehr als 1.000 Sängerinnen und Sänger aller Chöre beim Brunch auf dem Gelände des Österreichischen Arsenals in Verona. Das gemeinsame Erleben der verbindenden Kraft der Musik fand seine Fortsetzung beim abschließenden gemeinsamen Singen aller Chöre in der weltberühmten antiken Arena Veronas.

Die zielgerichtete Vorbereitung auf den Wettbewerb begannen die Mitglieder des Universitätschores bereits vor mehr als einem Jahr. Neben musikalischem Können war dabei das Moment der persönlichen Verlässlichkeit eines jeden Einzelnen über den ganzen Zeitraum hinweg ein äußerst wichtiger Faktor für eine optimale Wettbewerbsvorbereitung. Dies alles brachten die Chormitglieder mit viel Engagement und Enthusiasmus in die Probenphasen mit ein und ermöglichten so den grandiosen Erfolg, der sicherlich noch lange nachwirken wird. Das Projekt fand zudem die Förderung des Vorhabens durch das Land Sachsen-Anhalt.

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