Open Access: Wissenschaft für alle?

18.10.2017 von Sarah Huke in Im Fokus
Open Access, Open Data, Open Educational Resources - die Liste digitaler Möglichkeiten und Angebote für Wissenschaftler und Studierende wächst. In manchen Fachgebieten sind die kostenfreien, öffentlich zugänglichen Open Access Zeitschriften längst unverzichtbar. Auch so manche wissenschaftliche Erkenntnis wäre ohne offene, digitale Forschungsdatenbanken ausgeblieben. Wie Open Access die Wissenschaft verändert und welche Chancen und Herausforderungen die Entwicklung bietet, darüber sprechen Prof. Dr. Stephan Feller und Dr. Stefan Artmann im Interview. Ebenfalls Thema: Worauf man bei der Nutzung von Open Educational Resources achten sollte und was die Historikerin Dr. Katrin Moeller Studierenden der Geschichte zum Umgang mit digitalen Daten rät.
Das geöffnete Schloss ist das Symbol für "Open Access".
Das geöffnete Schloss ist das Symbol für "Open Access". (Foto: Johannes Kretzschmar)

Wissenschaft auf einen Klick

Von historischen Handschriften zu digitalen Datenbanken: Das Gespräch zwischen Stephan Feller und Stefan Artmann fand in der Ungarischen Biliothek der Universitäts- und Landesbilbiothek Halle statt.
Von historischen Handschriften zu digitalen Datenbanken: Das Gespräch zwischen Stephan Feller und Stefan Artmann fand in der Ungarischen Biliothek der Universitäts- und Landesbilbiothek Halle statt.
(Foto: Michael Deutsch)

Wie die Open Access-Bewegung die Wissenschaft verändert und welche Chancen und Herausforderungen diese Entwicklung bietet, darüber sprechen der Molekularbiologe Prof. Dr. Stephan Feller und Dr. Stefan Artmann, Leiter des Präsidialbüros der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina. Feller ist Chefredakteur und Mitbegründer des Open Access-Fachjournals „Cell Communication and Signaling“. Artmann ist Mitglied der Arbeitsgruppe „Open Access“ in der Schwerpunktinitiative Digitale Information der Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen.  
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Daten erzählen Geschichte

Katrin Moeller arbeitet im Instituts-Neubau am Steintor-Campus. Dort befindet sich auch das Historische Datenzentrum Sachsen-Anhalt.
Katrin Moeller arbeitet im Instituts-Neubau am Steintor-Campus. Dort befindet sich auch das Historische Datenzentrum Sachsen-Anhalt.
(Foto: Michael Deutsch)

Ganz gleich, ob es sich um alte Fotos oder mittelalterliche Stadtbücher handelt – historische Daten bilden die Grundlage für die Forschung am Institut für Geschichte. Doch was ist bei der Arbeit mit Daten und bei deren Digitalisierung und zu beachten? Dazu berät Dr. Katrin Moeller angehende Historiker.
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Bioinformatik: Offene Datenbanken helfen Forschern weltweit

Drei Milliarden Basenpaare sind auf der DNA-Doppelhelix angeordnet. Bioinformatiker entwickeln Algorithmen, mit deren Hilfe sich derart große Datensätze computergestützt analysieren lassen.
Drei Milliarden Basenpaare sind auf der DNA-Doppelhelix angeordnet. Bioinformatiker entwickeln Algorithmen, mit deren Hilfe sich derart große Datensätze computergestützt analysieren lassen.
(Foto: Colourbox)

Ohne öffentlich zugängliche Datenbanken wäre ein großer Teil der Bioinformatik-Forschung nicht oder nur schwer möglich. Auch an der Uni Halle nutzen die Forscher die öffentlichen Datensätze intensiv und geben im Gegenzug ihre Erkenntnisse wieder in die Gemeinschaft zurück.
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Freie Bildungsressourcen für jeden?

Bilder, Videos, Arbeitsblätter: Eine große Auswahl an Lehrmaterialien steht online zur freien Verfügung.
Bilder, Videos, Arbeitsblätter: Eine große Auswahl an Lehrmaterialien steht online zur freien Verfügung.
(Foto: Anke Tornow)

Nicht nur Forschungsdaten und wissenschaftliche Publikationen sind online oftmals frei zugänglich verfügbar: Egal ob Lehrbücher, Videos, ganze Online-Kurse oder Arbeitsblätter – viele Lehr- und Lernmaterialien sind heute im Internet zu finden. Im Jahr 2002 wurden unter dem Begriff „Open Educational Resources“ (OER) erstmals alle Lehr- und Lernressourcen zusammengefasst, die gemeinfrei sind, kostenfrei genutzt oder unter einer offenen Lizenz bearbeitet und verändert werden dürfen.
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