Klima und Wachstum: Marcel Quint forscht an Kulturpflanzen

15.07.2015 von Corinna Bertz in Neuberufen, Personalia
Wie wachsen Pflanzen? Können sich Pflanzen das Leben gegenseitig schwer machen? Und welchen Einfluss hat die Umwelt auf die pflanzliche Entwicklung? Diese pflanzenphysiologischen und entwicklungsbiologischen Fragen erforscht Prof. Dr. Marcel Quint, der zum 15. Juli als Forschungsgruppenleiter an das Institut für Agrar- und Ernährungswissenschaften der Uni Halle wechselt. Dort übernimmt er die Professur für Ertragsphysiologie der Kulturpflanzen.
Prof. Dr. Marcel Quint
Prof. Dr. Marcel Quint
(Foto: Markus Scholz)

„Pflanzen haben das Klima und die Erscheinung unseres Planeten im Laufe der Erdgeschichte geprägt wie keine zweite Lebensform“, so der 41-Jährige. „Zu verstehen, wie pflanzliches Wachstum funktioniert, wie es koordiniert wird und wie das Klima wiederum Einfluss darauf nimmt, ist zweifelsohne faszinierend.“ Ein zentrales Anliegen seiner Forschung sei es, dieses Wissen nutzbar zu machen, um die Erträge in der Landwirtschaft zu optimieren.

Der gebürtige Niedersachse studierte Gartenbau in Hannover und promovierte 2003 an der Universität Hohenheim zum Thema Virusresistenz in Mais. Von 2004 bis 2007 war Quint als Postdoc an der University of Minnesota - Twin-Cities in den USA tätig. Danach arbeitete er bis zu seiner Berufung als Gruppenleiter am Leibniz-Institut für Pflanzenbiochemie in Halle.

Seine neue Aufgabe sieht Quint als Herausforderung und große Chance: „Ich kann in einem hervorragenden wissenschaftlichen Umfeld daran mitwirken, Grundlagenwissen als Voraussetzung für die Anpassung von Nutzpflanzen an zukünftige klimatische Bedingungen zu generieren.“

In der Lehre möchte Quint sowohl Agrarstudierende für diese gesellschaftliche Herausforderung sensibilisieren und für die Grundlagenforschung begeistern, als auch Biologiestudierende für die Nutzpflanzenforschung motivieren.

Der vierfache Vater lebt seit über acht Jahren in der Saalestadt. „Halle ist eine tolle Universitätsstadt mit allem, was das mit sich bringt. Halle verändert sich ständig, Halle hat viele Gesichter – schöne und weniger schöne.“ Er und seine Familie seien sehr froh, sich damals für Halle entschieden zu haben und nun langfristig hier bleiben zu können. Mareike Kriese

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