Kirsten Bacia untersucht Transportvesikel in biologischen Zellen

01.02.2015 von Corinna Bertz in Neuberufen, Personalia
Wie entstehen Transportvesikel in biologischen Zellen? Prof. Dr. Kirsten Bacia, zum 1. Februar 2015 als Professorin für Biophysikalische Chemie berufen, erforscht diese Prozesse mit einer Vielzahl von Methoden. Die 39-jährige blickt dabei aus verschiedenen Perspektiven auf ihren Untersuchungsgegenstand: „Mit den Augen eines Biologen, der die Natur auf molekularer Ebene verstehen möchte, mit den Augen eines Physikochemikers, der das Verhalten von Stoffen quantitativ beschreiben und verstehen möchte, und mit den Augen eines Methodenentwicklers, der die biologische und die medizinische Forschung durch neue Techniken voranbringt.“
Prof. Dr. Kirsten Bacia
Prof. Dr. Kirsten Bacia
(Foto: Maike Glöckner)

Kirsten Bacia studierte Biochemie an der Universität Hannover und Biophysik an der Johns Hopkins University (Baltimore, USA) und wurde nach Arbeiten in Göttingen und Dresden 2005 an der TU Dresden promoviert. 2007 wechselte Bacia an die University of California in Berkeley (USA), wo sie als Postdoktorandin bei Medizin-Nobelpreisträger Randy Schekman die Bildung von Transportvesikeln in Hefezellen untersuchte. 2009 kam Kirsten Bacia an das Zentrum für Innovationskompetenz HALOmen der MLU und gründete ihre eigene Nachwuchsgruppe.

In einer gemeinsamen Publikation mit Randy Schekman, widerlegte sie die Annahme, dass eine Kombination von COPII-Proteinen unter bis dahin als hinreichend angesehenen Bedingungen in der Lage ist, komplette Vesikeln zu bilden. Als neue Professorin am Institut für Chemie möchte Bacia die Vernetzung zwischen den verschiedenen naturwissenschaftlichen Disziplinen sowie der Medizin weiter fördern. Hiervon sollen sowohl die Forschung als auch Studierende in ihrer Ausbildung profitieren. Ihre Freizeit verbringt Kirsten Bacia am liebsten mit ihrem bald dreijährigen Sohn. Und sie ist gern in der Natur unterwegs, sei es mit dem Rad oder im Kanu. Mareike Kriese

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