Happy End in Fernost: Ministerin Wanka zieht in Halle Bilanz

08.12.2015 von Corinna Bertz in Varia, Hochschulpolitik, Campus
Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr hat sich Bundesbildungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka die Uni Halle ausgesucht, um die Öffentlichkeit über ein Bundesprogramm zu informieren. Im Frühjahr standen die universitären Sammlungen im Fokus. Am heutigen Dienstag zog sie die Schlussbilanz der Kampagne „Studieren in Fernost“. Ihr Fazit: Jeder dritte Studienanfänger an ostdeutschen Hochschulen stammt aus dem Westen. Auch an der Uni Halle.
Pressekonferenz zum Abschluss der Kampagne "Studieren in Fernost": Rektor Udo Sträter, Wissenschaftsminister Hartmut Möllring und Bundesbildungsministerin Johanna Wanka.
Pressekonferenz zum Abschluss der Kampagne "Studieren in Fernost": Rektor Udo Sträter, Wissenschaftsminister Hartmut Möllring und Bundesbildungsministerin Johanna Wanka. (Foto: Manuela Bank-Zillmann)

Noch vor zehn Jahren war die Zahl von heute schwer vorstellbar: Nur jeder sechste Studienanfänger im Osten stammte laut Statistischem Bundesamt damals aus dem Westen; auch 2008 war es nicht einmal jeder fünfte. Zu dieser positiven Entwicklung, bilanzierte Ministerin Wanka auf der Pressekonferenz im Alten Senatssaal, habe auch die 2008 ins Leben gerufene Marketingkampagne „Studieren in Fernost“ für die 43 Hochschulen im Osten beigetragen. Sie wurde seitdem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit 22,3 Millionen Euro gefördert und vom Wissenschaftsministerium Sachsen-Anhalt für den ganzen Osten koordiniert. Sie sollte das Studienangebot im Westen bekannter machen und auch Vorurteile abbauen. Die Kampagne geht mit diesem Jahr nun zu Ende.

„Es ist längst kein Geheimtipp für Studieninteressierte mehr, das Angebot zu nutzen, das der Osten zu bieten hat. Den Hochschulstandorten kommt damit auch angesichts des demografischen Wandels eine entscheidende Rolle als Anziehungspunkt für junge Leute zu“, so Johanna Wanka. „Und gerade Halle ist ja über Jahrhunderte hinweg auch ein gutes Beispiel dafür, dass Universitäten niemals nur Landeskinder anziehen.“

Dass die Kampagne auch aus Sicht der ostdeutschen Länder ein Erfolg ist, betonte Sachsen-Anhalts Wissenschaftsminister Hartmut Möllring: „Unsere Hochschulen profitieren vom Zuzug junger Menschen. Damit verbunden war auch ein positiver Imagewandel. Gleichzeitig hat die Kampagne dazu beigetragen, dass die ostdeutschen Hochschulen beim Studierendenmarketing heute top aufgestellt sind.“

Und auch einen weiteren positiven Aspekt sieht Ministerin Wanka, denn auch die Abwanderung von Studienanfängern aus Ostdeutschland konnte in den vergangenen Jahren gestoppt werden: Heute kommen für zwei Studierende aus dem Osten, die in den Westen gehen, durchschnittlich etwa drei Westdeutsche in den Osten.

Die Kampagne „Studieren in Fernost“ machte mit vielen verschiedenen Ansätzen seit 2008 auf die Hochschulen im Osten aufmerksam. Neben klassischen Beratungsangeboten gab es auch den „Fernost-Express“, der durch den Westen tourte, und Schnuppervorlesungen von Professoren ostdeutscher Hochschulen an westdeutschen Schulen. Dazu gab es Social-Media-Marketing mit Live-Studienberatung via Facebook oder Studieninformation über Whatsapp. Manuela Bank-Zillmann

Kampagnenseite: www.studieren-in-fernost.de

Studieninfo-Portal der Uni Halle: www.ich-will-wissen.de

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