„Eindeutiges Bekenntnis des Landes zur Universität Halle“

18.12.2014 von Sarah Huke in Varia
Hochmodern, effektiv und interdisziplinär: Am Donnerstag legten Vertreter von Uni, Stadt und Land den Grundstein für das Proteinzentrum auf dem Weinberg-Campus. Rund 40 Millionen soll die Einrichtung kosten und bessere Forschungsbedingungen für fachübergreifende Arbeiten schaffen.
Neben Grundrissen und einer aktuellen Tageszeitung, befindet sich auch ein Unimagazin in der Grundsteinhülse.
Neben Grundrissen und einer aktuellen Tageszeitung, befindet sich auch ein Unimagazin in der Grundsteinhülse. (Foto: Maike Glöckner)
Rund 40 Millionen Euro soll das neue Proteinzentrum kosten, das auf dem Weinberg-Campus entsteht.
Rund 40 Millionen Euro soll das neue Proteinzentrum kosten, das auf dem Weinberg-Campus entsteht.
(Foto: Maike Glöckner)

Langsam streicht Rektor Udo Sträter mit seiner Kelle über den Mörtel und lacht. Die Männer ringsherum ebenso. Drohende Mittelkürzungen hin oder her: Auf dem Weinberg-Campus ist heute Frohsinn angesagt. So sagte auch Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand kurz zuvor: „Heute ist ein guter Tag für Halle und Sachsen-Anhalt.“ Grund ist die Grundsteinlegung des neuen Proteinzentrums, benannt nach einem der bedeutendsten Proteinforscher, Charles Tanford, geboren als Karl Tannenbaum in Halle.

Hochmodern, effektiv und interdisziplinär soll die Einrichtung daher kommen. Biochemiker, Biologen und Pharmazeuten – sie alle werden hier neben- und miteinander forschen; wenn alles gut geht, bereits ab Ende 2016. Dabei bewertet Wissenschaftsstaatssekretär Marco Tullner insbesondere die fachübergreifende Zusammenarbeit als ungemein wichtig: „Deshalb hat der Neubau eine so große Bedeutung.“

Rund 40 Millionen Euro wird das Laborgebäude kosten, getragen je zur Hälfte von Bund und Land. Tullner sieht darin ein „eindeutiges Bekenntnis zur Martin-Luther Universität“, das Rektor Sträter dankend entgegen nimmt. „Mit dem Proteinzentrum können wir nicht nur in einer Art und Weise wissenschaftlich arbeiten, die vom Bund gefördert wird; uns ist auch die Möglichkeit gegeben, neue Forschungsgruppen zu gründen“, sagt er. Prof. Dr. Elmar Wahle, Dekan der Naturwissenschaftlichen Fakultät I, unterstreicht seinen Gedankengang: Kooperationen ermöglichten Austausch, bessere Fördermöglichkeiten und methodische Zusammenarbeit.

Die Idee einer kreativen Einsamkeit von Wissenschaftlern – für ihn eine Sache der Unmöglichkeit. Für ihn gelte daher: „Zu Interdisziplinarität muss man uns nicht drängen – wir lechzen danach.“ Jetzt, da sie in vorbildlicher Manier funktioniere, dürfe sie jedoch nicht gleich wieder beschnitten werden. „Die Schwerpunktsetzung, die wir mit dem Proteinzentrum betreiben, lohnt sich. Und wenn so eine Schwerpunktsetzung funktioniert, dann sollte man sie nicht den Bach runter gehen lassen.“ Julius Heinrichs

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