Deutscher Juristentag: Studierende aus Halle diskutieren mit

24.09.2012 von Sarah Huke in Studium und Lehre, Campus
„Weniger Rechtssetzung, mehr Rechtsdurchsetzung“. Dies forderte eine Gruppe Studierender der Uni Halle, die in der vergangenen Woche auf dem 69. Deutschen Juristentag (DJT) vertreten war. Auf der Tagung präsentierten sie ein Poster und beteiligten sich an der Diskussion und den Beschlüssen des DJT. Vor allem die effektive Durchsetzung von Verbraucherrechten im Prozess war den angehenden Juristen ein Anliegen. „Die Studierenden haben verstanden, welch entscheidende Bedeutung das Prozessrecht in der Architektur des Verbraucherrechts hat“, sagt Prof. Dr. Caroline Meller-Hannich vom Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Zivilprozessrecht und Handelsrecht an der Uni Halle.
Studierende der Uni Halle beim Deutschen Juristentag
Studierende der Uni Halle beim Deutschen Juristentag (Foto: Maria Busse)

Eingeladen wurden die Studierenden von Prof. Dr. Ingeborg Schwenzer, der stellvertretenden Vorsitzenden der Ständigen Deputation des DJT. Die angehenden Juristen bereiteten sich in einem Seminar bei Prof. Meller-Hannich auf das Thema „Brauchen wir eine neue Architektur des Verbraucherrechts“ vor und präsentierten ihre Ergebnisse und Thesen auf einem Poster beim DJT.

Als junge Juristengeneration konnten die Studierenden zudem an der rechtspolitischen Diskussion teilnehmen und sich zu den Beschlüssen des DJT positionieren. In der Diskussion mit den Gutachtern, Referenten und Teilnehmern, deren Namen sie vorher nur aus der Fachliteratur kannten, haben die Hallenser sich tapfer geschlagen. Besonders beeindruckt waren die Jurastudenten von der Eröffnungsrede der Vizepräsidentin der Europäischen Kommission und EU-Justizkommissarin Viviane Reding und von der Podiumsdiskussion „Forum Europa“. Dort entwickelten vier renommierte Experten ihre Ideen für die Zukunft der Europäischen Union als Rechtsgemeinschaft: die Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts und des Gerichtshofs der Europäischen Union, Prof. Dr. Andreas Vosskuhle und Prof. Dr. Vassilios Skouris, der Finanzminister Luxemburgs und Mitglied der Euro-Gruppe Luc Frieden und der Philosoph Prof. Dr. Jürgen Habermas.

Text: Sarah Huke

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