Der Energiespeicher Wasserstoff

03.11.2016 von Tom Leonhardt in Neuberufen, Personalia
Strom aus erneuerbaren Energien hat einen großen Nachteil: Er lässt sich nicht einfach speichern. Mitunter produzieren Solarzellen oder Windräder also mehr Strom, als aktuell verbraucht werden kann. Dieser überschüssige Strom geht dann verloren. Dr. Wouter Maijenburg erforscht, wie sich diese Lichtenergie in Form von Wasserstoff zwischenspeichern lässt. Seit 1. Oktober ist er Juniorprofessor für Anorganische Funktionsmaterialien und Nachwuchsgruppenleiter am Zentrum für Innovationskompetenz (ZIK) „SiLi-nano“.
Junior-Professor Dr. Wouter Maijenburg
Junior-Professor Dr. Wouter Maijenburg
(Foto: Maike Glöckner)

Sein Ziel ist es, Nanomaterialien zu entwickeln, die Wasser durch Lichtenergie in Sauerstoff und energiereichen Wasserstoff spalten. „Der Wasserstoff könnte dann gespeichert und später zum Beispiel durch Brennstoffzellen wieder in Strom umgewandelt werden“, erklärt der gebürtige Niederländer.

Der 31-Jährige hat an der Universität Twente in den Niederlanden Technische Chemie studiert und wurde dort 2014 mit einer Arbeit über funktionale Nanostrukturen promoviert. Während seiner Promotionszeit forschte Maijenburg auch als Fulbright-Stipendiat an der Purdue University im US-Bundesstaat Indiana. Zuletzt war er über ein Forschungsstipendium der Alexander von Humboldt-Stiftung am GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt tätig. Der Wechsel in die Saalestadt sei ihm leicht gefallen: „Die Stelle hat perfekt auf mich gepasst – und zum Glück ist Halle nicht zu weit weg von meiner Heimat!“ Hier habe er die Möglichkeit, seine eigenen Forschungsideen umzusetzen. Derzeit ist Maijenburg noch damit befasst, Nachwuchswissenschaftler für seine Arbeitsgruppe zu gewinnen.

Halle habe er bisher als eine schöne, gemütliche und freundliche Stadt erlebt. „Ich freue mich darauf, die Stadt und ihre Umgebung in den nächsten Monaten weiter zu entdecken.“ Tom Leonhardt

Kommentar schreiben