Der Adventskalender für die Ohren

01.12.2014 von Tom Leonhardt in Varia
Sound statt Schokolade: Vier Doktorandinnen der halleschen Sprechwissenschaft haben einen auditiven Adventskalender entwickelt. Bis zum 24. Dezember öffnet sich jeden Tag ein Türchen, hinter dem sich ein akustischer Eindruck aus ganz verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen und alltäglichen Situationen verbirgt.
Während der Tagung wurden auch künstlerische Klangexperimente durchgeführt.
Während der Tagung wurden auch künstlerische Klangexperimente durchgeführt. (Foto: Sonja Kettel)

Das Prinzip des auditiven Adventskalenders ist ganz einfach: Hinter jedem Türchen steckt ein Klang. „Die Töne kommen aus dem Alltag, der Musik und teilweise sind auch selbstgemachte Geräusche mit dabei“, erklärt Maria Luise Gebauer die Auswahl. Gemeinsam mit den Sprechwissenschaftlerinnen Anna Schwenke, Grit Böhme und Clara Luise Finke hat sie den Kalender zum Hören entwickelt. Den Anfang macht heute eine Aufnahme von der diesjährigen European Communication Conference in Lissabon.

Die Idee für das Projekt kam den vier Promotionsstudentinnen während einer Tagung, die sie Anfang November in Naumburg veranstalteten. Dort trafen sich 49 Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler und referierten über ihre Forschungsprojekte rund um das Thema „Klang und Identität“. „Wir hatten in Naumburg Vorträge aus den Bereichen der Sprechwissenschaft, aber auch der Humanmedizin, Geschichte und zum Beispiel der Theologie“, erzählt Gebauer weiter.

Diese Eindrücke sollen nun in hörbarer Form einen Countdown für das Weihnachtsfest geben. Gleichzeitig dient der akustische Kalender als Vorbereitung zur Publikation ihrer Tagungsergebnisse, wie Gebauer erklärt: „Während der Tagung haben wir natürlich mit viel Audiomaterial gearbeitet und haben uns deshalb gegen eine reine Print-Dokumentation entschieden.“ Die ersten wissenschaftlichen Ergebnisse sollen im Januar 2015 auf der Website erscheinen. Bis dahin heißt es: Jeden Tag ein neuer Klang. Tom Leonhardt

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