Das sagen Uni-Angehörige zum neuen Standort

12.10.2015 von Tom Leonhardt in Im Fokus
Der Steintor-Campus ist das neue Zuhause von rund 3.000 Studierenden und 350 Mitarbeitern. Einige von ihnen sehen in diesen Tagen das neue Gelände zum ersten Mal, andere haben den Umzug seit Jahren mit geplant und durchgeführt. Wie gefällt ihnen der neue Campus? Das Unimagazin hat sich bei ihnen umgehört.
 
 

Dr. Matthias Buck

Referent des Dekans der Philosophischen Fakultät II

"Wir sind glücklich, hier untergekommen zu sein. Ich selbst bleibe zwar am Uniplatz, aber ich gönne es den Kollegen, die jetzt in den sanierten Altbauten arbeiten. Das Haus in der Adam-Kuckhoff-Straße 35 ist für mich das Schönste auf dem ganzen Campus. Das Wichtigste ist die Bibliothek, in der die ganze geistes- und sozialwissenschaftliche Literatur jetzt zusammengefasst wird – von ihr werden wir alle profitieren." (Foto: Corinna Bertz)

 

Dr. Renate Schafberg

Kustodin des Museums für Haustierkunde Julius Kühn

"Der Campus wirkt wie ein Magnet. Man merkt, dass immer mehr Menschen auf dem Gelände unterwegs sind. Die Bauphase war allerdings anstrengend. Wir hatten für das Museum weder Wasser noch eine ordentliche Zufahrt. Besucher konnten wir über den Kindergarten Luisentraum zu uns lotsen. Wir haben das Beste daraus gemacht und trotz der Baumaßnahme 1.200 Gäste pro Jahr empfangen." (Foto: Markus Scholz)

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Roland Östreich

Hausmeister

"Ich bin hier für insgesamt 33.700 Quadratmeter verantwortlich. Da ist viel zu tun, aber es macht mir auch unheimlich Spaß. Die Ausstattung am Campus ist top: Hörsäle mit moderner Technik; und die Bibliothek ist ein Renner! Im ersten Jahr werde ich hier keine Ruhe finden. Die Mängel werden sich erst zeigen, wenn die Technik ab Oktober im Dauereinsatz ist. Aber ich bin jetzt mit Leib und Seele hier. Was noch nicht passt, machen wir passend – das ist mein Motto." (Foto: Markus Scholz)

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Dr. Monika Lücke

Schwerbehindertenvertretung

"Unser Ziel war es, einen barrierefreien Campus zu schaffen. Viele hartnäckige Diskussionen haben letztlich zu Ergebnissen geführt. Aber nicht in jedem Fall haben wir als Behindertenvertretung das erreicht, was wir uns gewünscht hätten. Als erster Campus der Universität ist der Steintor-Campus einheitlich und barrierefrei beschildert – das ist ein Erfolg. Räumlich ist der Arbeitsplatz für viele jedoch geschrumpft. Das Schönste für mich persönlich ist, dass meine beiden Arbeitsorte in der Barfüßerstraße und im Institutsneubau jetzt so nah beieinander liegen und ich schnell mal rüberlaufen kann." (Foto: Karsten Lücke)

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Alexander Keck

GSZ-Projektleiter

"Der Steintor-Campus ist mein bislang größtes Projekt. So eine Chance bekommt man nicht oft im Leben. Das ist ein unglaublich herausforderndes, ambitioniertes Vorhaben: Man baut und trotzdem ändert sich ständig noch etwas – man muss flexibel bleiben und die Bedürfnisse der Nutzer im Blick behalten. Eine der größten Herausforderungen für mich war, die Beteiligten jeweils zum richtigen Zeitpunkt in der notwendigen Tiefe einzubeziehen. Das Projekt ist auch noch nicht abgeschlossen: Wir haben noch mit der Mängelbeseitigung und mit der laufenden Sanierung in der Ludwig-Wucherer-Straße 2 zu tun." (Foto: Markus Scholz)

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Miriam Heise

Fachreferentin in der Steintor-Bibliothek

"Ich freue mich auf meinen neuen Arbeitsort und bin sehr froh darüber, dass die ehemals getrennten Bücherbestände jetzt gemeinsam aufgestellt werden. Aber ich bin auch begeistert von dem Bibliotheksgebäude an sich. Indem wir alle Bücher auf eine neue gemeinsame Systematik umarbeiten, fügen wir die separat gewachsenen Bestände zu einem Gesamtbestand zusammen und verbessern so die Benutzbarkeit." (Foto: Markus Scholz)

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Raik Fischer

Student der Politikwissenschaften und Soziologie

"Der Steintor-Campus erspart uns das ewige Durch-die-Stadt-fahren von einem Institut zum anderen. Das ist ein großer Vorteil. Aber ich habe noch Zweifel, ob der Campus auch wirklich belebt sein wird. Viele Vorlesungen werden weiterhin am Uniplatz sein. Das Schöne an der neuen Bibliothek ist, dass sie am Wochenende geöffnet ist, in der Woche sogar bis 24 Uhr – das war in den Zweigbibliotheken undenkbar." (Foto: Corinna Bertz)

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Dr. Katrin Moeller

Historikerin

"Ich habe die Planungen seit 2009 mit begleitet und bin froh, jetzt das Produkt der nicht immer nur einfachen Bemühungen zu genießen. Vor allem dank Herrn Keck finden wir zum Glück für alle Probleme eine Lösung. Beim Auszug aus den alten Räumen gab es zwar einen kleinen Abschiedsschmerz, aber ich denke, wir werden uns hier wohlfühlen. Jetzt läuft man jeden Tag den Kollegen aus anderen Instituten über den Weg. So lernen wir die Fakultät noch einmal neu kennen." (Foto: Jakob Moeller)

Die ersten Lehrveranstaltungen in den neuen Gebäuden hatten bereits im Sommersemester 2015 begonnen. Damals fanden schon einige Seminare der Philosophen und Germanisten in den beiden restaurierten Gebäuden in der Adam-Kuckhoff-Straße 35 und der Ludwig-Wucherer-Straße 2 statt. Auch damals hatte sich das Unimagazin schon einmal umgehört, wie den Neu-Ankömmlingen der neue Campus gefällt.

 

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