Begegnung mit Bauplan und Bier

08.09.2011 von Corinna Bertz in Varia
Richtfest des Internationalen Begegnungszentrums (IBZ) gefeiert

Nachdem im April dieses Jahres der erste Spatenstich für das IBZ in der Emil-Abderhalden-Straße 7a stattfand, schwebte schon am 5. September die Richtkrone über dem Rohbau. Bei diesem „Fest für Bauarbeiter mit Bier und Häppchen“, wie der Leiter des Referats für Bauangelegenheiten der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) Klaus-Rüdiger Lärm die Veranstaltung humorvoll umschrieb, erhielten die Gäste einen Eindruck davon, unter welchen Bedingungen ausländische Wissenschaftler in nur einem Jahr in der Saalestadt leben und arbeiten können.

MLU-Rektor Sträter begrüßt die Gäste beim Richtfest
MLU-Rektor Sträter begrüßt die Gäste beim Richtfest
(Foto: Horst-Dieter Foerster)

Bislang sind die Bauarbeiten am IBZ planmäßig vorangegangen, und pünktlich zum Richtfest wurde am Morgen des 5. September der Rohbau abgeschlossen. Im Anschluss an die Grußworte von MLU-Rektor Prof. Dr. Udo Sträter und Leopoldina-Präsident Prof. Dr. Jörg Hacker und den Richtspruch durch den Polier feierten Gäste und Bauarbeiter mit Bier und Häppchen im künftigen Seminarraum des IBZ diesen ersten abgeschlossenen Arbeitsschritt und besichtigten den Rohbau.

Auf insgesamt 1.000 Quadratmetern werden internationale Wissenschaftler in 19 verschieden großen möblierten Unterkunfts- und Arbeitseinheiten auf vier Etagen in voraussichtlich einem Jahr bereits walten, und in Gemeinschaftsräumen miteinander kommunizieren und arbeiten können. Einbezogen in das Gebäude wird zudem ein kleines denkmalgeschütztes Waschhaus als Lese- und Musizierzimmer, dessen Restaurierung im Rahmen des IBZ-Baus stattfinden kann.

Das Begegnungszentrum wird nicht nur Wissenschaftlern offen stehen, die an der MLU tätig sind, sondern auch denen, die an allen anderen wissenschaftlichen Einrichtungen Halles, etwa der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, arbeiten.

Richtfest des Internationalen Begegnungszentrums (IBZ)
Richtfest des Internationalen Begegnungszentrums (IBZ)
(Foto: Horst-Dieter Foerster)

Rund 3,4 Mio. Euro wird der Bau des IBZ kosten. 800.000 Euro davon konnte die Leopoldina von der Alfred Krupp von Bohlen und Halbach Stiftung einwerben. 75 Prozent der übrigen Kosten werden mit Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) abgedeckt, 25 Prozent stammen aus dem Haushalt des Landes Sachsen-Anhalt.

Bis zur Einweihung im Herbst 2012 gibt es natürlich noch vieles zu tun. Nebst Innenausbau und Ausstattung der Räumlichkeiten, die einheitlich ausfallen soll und deren Planung „halt bis zum Kaffeelöffel“ geht, wie Architekt Stefan Seifert von dem mit dem Projekt betrauten BKLS Architekturbüro aus München erklärte, kann sich am Ende die MLU mit der individuellen Ausgestaltung durch Kunstdrucke o. ä. beteiligen. Darüber zeigten sich Uni-Kanzler Dr. Martin Hecht und Kustos Dr. Ralf-Torsten Speler bei der Begehung gleichermaßen besonders erfreut.

Text: Melanie Zimmermann

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