Amo-Preis für engagierte Iranerin

17.01.2012 von Corinna Bertz in Personalia
Über den Anton-Wilhelm-Amo-Preis der Martin-Luther-Universität kann sich die Iranerin Leila Motlagh freuen. Sie erhielt diese Auszeichnung für ihre herausragende Masterarbeit. Die Urkunde überreichten die Prorektorin Prof. Dr. Gesine Foljanty-Jost und der Laudator Prof. Dr. Dr. Reinhart Neubert im Rahmen der Festveranstaltung für Promovenden und Habilitanden am Freitag, 13. Januar 2012, in der Aula im Löwengebäude.
Für ihre herausragende Masterarbeit erhielt Leila Motlagh den Anton-Wilhelm-Amo-Preis, den die Prorektorin Gesine Foljanty-Jost (r.) und Professor Reinhart Neubert (l.) überreichten.
Für ihre herausragende Masterarbeit erhielt Leila Motlagh den Anton-Wilhelm-Amo-Preis, den die Prorektorin Gesine Foljanty-Jost (r.) und Professor Reinhart Neubert (l.) überreichten.
(Foto: Maike Glöckner)

„Leila Motlagh hat als erste Studentin nach einem erfolgreichen Masterstudium im Fach Pharmaceutical Biotechnology den akademischen Grad Master of Science erworben“, sagte Professor Neubert, der ihre Masterarbeit betreut hat. Die 33-Jährige war in seiner Arbeitsgruppe Biopharmazie tätig. Sie entwickelte geeignete analytische Verfahren zur Messung von Modellwirkstoffen in den verschiedenen Hautschichten. „Dabei arbeitete sie selbstständig und hoch motiviert und machte sich schnell in die neuen Methoden der Arbeitsgruppe vertraut“, so Neubert.

1978 in Teheran geboren, studierte Leila Motlagh Zahnmedizin an der Universität für medizinische Wissenschaften Babol (Iran) mit anschließender Promotion (1096 bis 2002). In den Jahren 2002 bis 2006 arbeitete sie als Zahnärztin in verschiedenen Praxen und medizinischen Zentren in Polsefid und Teheran, Iran). Nachdem sie einen Deutsch-Kurs an der Volkshochschule in Frankfurt am Main und einen Vorbereitungskurs für DSH (Deutsch für Hochschulzugang) an der Martin-Luther-Universität belegt hatte und beide mit besten Ergebnissen absolvierte, begann sie im Jahr 2008 das Studium „Pharmaceutical Biotechnology“ an der MLU. 2010 schloss sie ihre Masterarbeit mit dem Prädikat „sehr gut“ ab. Thema: „Penetration studies of model drugs from a model o/w emulsion regarding lipophilicity of the carrier in human skin“.

Leila Motlagh,
Leila Motlagh,
(Foto: privat)

Ihre Verpflichtungen als alleinerziehende Mutter einer Tochter versteht die engagierte Nachwuchswissenschaftlerin bestens in Einklang mit ihrer wissenschaftlichen Arbeit zu bringen. Seit Ende 2010 war sie als Mitarbeiterin in der AG von Professor Neubert tätig und erhielt nun eine Promotionsstelle an der Medizinischen Fakultät im Muskellabor der Neurologischen Universitätsklinik Halle.

Seit 1994 verleiht die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg den „Anton-Wilhelm-Amo-Preis“ zur Würdigung hervorragender wissenschaftlicher Leistungen an Studenten und Graduierte. Für Diplom-, Magister-, Staatsexamens-, Bachelor- und Masterarbeiten oder vergleichbare Leistungen wurde diese Auszeichnung bereits vergeben, wobei bevorzugt Arbeiten von ausländischen Absolventinnen und Absolventen berücksichtigt werden. Der Amo-Preis ist mit 500 Euro dotiert.

Text: Ute Olbertz

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